iPhonografie ist toll

Ich habe jetzt auch ein iPhone5 😆 und musste natürlich umgehend die eingebaute Kamera ausprobieren. Die Kamera an der Rückseite hat einen 8mp-Sensor (die vordere Kamera 1,2mp), der 4,5×3,4mm misst. Das ist grob überschlagen ein Viertel der Fläche meines Fingernagels am kleinen Finger. Also winzigst. Der Cropfaktor liegt irgendwo bei 8. Das Objektiv hat eine Lichtstärke von f/2,4 und eine Brennweite von 4,3mm, also auf KB hochgezogen sind es dann um die 35mm. Bei dem winzigen Sensor ist ab etwa 34cm alles scharf. Einzustellen gibt es nichts. Panoramen und HDRs können gemacht werden. An Blende, Zeit oder ISO zu drehen geht nicht.  Es gibt einen „Zoom“, indem das Bild mit 2 Fingern aufgezogen wird, aber der Bildqualität tut das gar nicht gut. Das tolle ist, dass mit dem Finger der Fokuspunkt angetippt werden kann und die Kamera danach auch die Belichtung misst. Also sind Gegenlichtaufnahmen oder zu kontrastreiche Motive kein Problem mehr. Die Belichtung saß bei meinen Aufnahmen sehr ordentlich. Bei schlechtem Licht und steigenden ISO fängt der Sensor bei der Größe natürlich recht früh an zu rauschen. Das sei ihm verziehen. Ich finde, die Kamera schlägt sich sehr wacker.

Hier sind in meiner Fotokiste ein paar Aufnahmen.

Meine erste Kamera

Eine Agfa Parat I von 1963.

130119_S01_Bild_03Nach langem Suchen fand ich sie heute auf der Fotobörse in Frankfurt. So eine bekam ich vor 50 Jahren geschenkt. Sie hat 1963 immerhin 59 DM gekostet. Diese hier ist in sehr ordentlichem Zustand und funktioniert sogar noch. Sie hat immerhin ein f/2,8er. Die 30mm Brennweite entsprechen 43mm Vollformat. Die Parat ist eine Halbformatkamera. Das Negativ ist 18x24mm groß und wenn ihr genau hinschaut, dann seht ihr, dass sie einen Hochformatsucher hat. Ich versuche, meine Fotoapparateahnengalerie wieder zusammen zu bekommen. Und da war die Agfa hier als der ersten sehr wichtig. Dann gab es da noch eine Rollei C35, die mir geklaut wurde. Sie nochmals zu bekommen ist fast unmöglich. Sie ist das Modell ohne Belichtungsmesser und ist äußerst selten. Es gab nur 9000 Stück. Auf ebay habe ich eine für über 400 Euro gesehen. Dann eine Exa 1a….Ich werde meine Errungenschaften wie ich sie bekomme hier nach und nach posten. Sie hier steht in der ersten Reihe.

Ninety Nine Years Leica

Das Buch ist ein Weihnachtsgeschenk, und ich habe es (leider) schon ganz gelesen. Aber das macht nichts. Es ist auch ein Buch zum immer mal wieder darin stöbern. Da haben sich die Leicaleute wirklich was ganz Feines ausgedacht. Es ist keine der doch meist eher trockenen, chronologischen Auflistung von Ereignissen, sondern es hat nach jedem Umblättern Unerwartetes bereit. Es ist eine bunte Mischung aus Biografien bekannter Leicafotografen und -fotografinnen, der Vorstellung seltener Dokumente, Bilder und Kameramodelle und Skurillitäten rund um die Leica. Auch Fehler und Fehleintscheidungen werden nicht ausgelassen. Die Nine/9 im Titel hat insofern eine besondere Bedeutung, als Leica 9 zukunftsentscheidende Modelle am 09.09.09 vorstellte, darunter die M9. 100 Jahre-Jubiläumsbücher kann ja jeder schreiben. Verlegt wird das Buch beim Verlag 99Pages; 99 Seiten haben jedoch nicht ausgereicht. Das Buch ist nicht nur ein Spaß für die Fans der Leica. Top empfehlenswert.

Warum die Leica M Monochrom für mich nichts ist

Seit nunmehr über 2 Jahren fotografiere ich begeistert mit einer M9. Fast alle der Leicabilder werden schlussendlich schwarz-weiß. Mit Silver Efex bekomme ich eigentlich immer den Bildausdruck hin, den ich gerne möchte. Als die MM angekündigt wurde, sah ich meine M9 bereits in der Bucht und mich am Sparen. Wow, ein Sensor ohne jegliche Befilterung, Sensor-pur sozusagen. Ich habe mir aus dem Netz ein paar DNGs geholt und hatte die Gelegenheit, eigene Bilder zu machen. Man las ja immer wieder von flauen Ergebnissen, aber exzellenter Auflösung, Schärfe und Dynamik. Und in der Tat, technisch sind die Bilder erste Sahne, und das mit den flauen Bildern ist ruckzuck etwa in Lightroom behoben.

Was mir doch weit mehr als gedacht fehlt ist, dass die MM-Bilder ja keinerlei Farbinfomationen haben. Ich hatte gehofft, auch so zu meinen Wunschergebnissen zu kommen. Das hat bis jetzt nicht geklappt. Softwaren wie Silver Efex (liegt der MM bei) kommen mit einem Großteil ihrer Funktionalität gar nicht mehr zum Zuge. Mal so eben mit dem Farbregler den Himmel nachdunkeln und die Wolken hervorheben ist nicht mehr.  Und Farbfiler sind für meine Schwarz-Weiß-Bilder die wichtigsten Stellgrößen. Dafür müssten nun wieder Farbfilter vor das Objektiv geschraubt werden. Nein, danke. Ich bleibe bei meiner M9.