Kein GAS *): iPhone 6 plus

*) Gear Aquisition Syndrom

Nein, natürlich nicht! Ich brauche wirklich kein iPhone 6, und dann noch das große „plus“ mit völlig unnötigen 64 GB. So predigt es die Vernunft, aber das Limbische System, das gut geschützt, tief in unserem Kopf angesiedelt ist, sagt was ganz anderes, und die „Halt!“-Rufe der Vernunft (die irgendwo anders angesiedelt ist) verhallen wirkungslos.

Ok, die Vorgeschichte. Mein 2 Jahresvertrag mit dem 5er läuft Mitte Januar aus. Katastrophale Bedingungen, daher rechtzeitig gekündigt und dann freudige Suche nach Alternativen, und – zunächst theoretisch – auch fündig geworden, zusammen mit dem 6er plus, also einem nach aktuellem Sprachgebrauch „Phablet“. Ein iPhone musste es sein; alles andere ist indiskutabel :mrgreen: . Geniale Konditionen aufgetan, aber…. ich habe doch ein wunderbar funktionierendes 5er. Dann glücklicherweise ein Ereignis, das mir den finalen Rechtfertigungsausweis ggü. der Vernunft brachte: meine Tochter hat ihr 4S ruiniert, genau genommen den Lautsprecher oben im Gehäuse. Aggressive Reinigungsflüssigkeiten verträgt er nicht und so verstummte er gänzlich. Ganz schlecht zum Telefonieren. Also….ich hätte da gegebenenfalls ein funktionierendes 5er zu vererben….? Für die beste Tochter von allen….? Das überzeugte mein Finanzministerium und rechtzeitig zu Weihnachten trudelte das 6er ein.

iPhone 5 vs 6+

Ich hatte es mir im Apple-Store schon angesehen und fand es gar nicht soooo riesig. Es passt nach wie vor in meine Hemd- und andere Taschen und ich bin inzwischen großer Fan des großen Displays. Bei gleicher Anzeigegröße passt eine ganze Reihe Apps-Symbole mehr auf eine Seite, Bilder und Videos werden ansehnlicher. Die Auflösung ist großartig. Der Umstieg vom 5er ging per iTunes auf einem Mac-Mini völlig problemlos. Backup des 5er erstellen, 5er Backup aufs 6er aufspielen, Abwarten bis sich alle Apps wieder eingerüttelt haben, dann Feintuning. Das hat keine Stunde gedauert. So haben wir übrigens auch Töchterchens 4S reibungslos auf das 5er transportiert. Das hat Apple schon raus.

Fazit nach einer Woche: das große Display möchte ich nicht mehr missen. Der Akku hält so wie ich das Smartphone nutze rund 30% länger. Das ist bei mir ein ganzer Tag 🙄 . Die rückseitige Kamera hat dank des etwas größeren Sensors bei gleicher Auflösung deutlich an Dynamik zugelegt, das Rauschen hat sich bei weniger Licht signifikant verringert. Mein geliebter DxO OpticsPro kennt das 6+, ebenso wie der Lightroom, der fertige Profile anbietet. Im Photobuch sind die Unterschiede zu „richtigen“ Kameras bei gutem Licht nicht mehr sichtbar. Das iPhone ist als Photoapparat angekommen. Meine Kompaktkameras haben nun endgültig ausgedient. Dank des 64 GB Speichers kann ich auch den iPod im Auto in Rente schicken. Meine ganze Musik passt ins 6er. Warum das 6er über das 5er? Größeres Display, schnellere interne Verarbeitung, längere Akkulaufzeit, leistungsfähigere Kamera, und es macht viel mehr Spaß!

„Da Capo“ auf dem Alten Flugplatz („Fino“ ist offen)

Ich gebe zu, ich bin ein Wiederholungstäter. Der Alte Flugplatz im Arboretum zwischen Eschborn und Sulzbach hat es mir angetan, und ich war schon öfters dort. Jedoch, man/frau dürfen da nicht einfach reinmarschieren. Ich hatte das mal blauäugig probiert und wurde prompt höflich aber bestimmt wieder rauskomplimentiert, was die ganze Sache natürlich nur umso spannender macht. Es gibt zur Abwehr unerwünschter Zeitgenossen einen Zaun drumherum, und es dürfen auch nur THW, Feuerwehr und ähnliche Organisationen auf das Gelände, um dort zu Übungszwecken Autos anzuzünden oder Puppen in nachgebaute Hochspannungsleitungen zu drapieren. Aber das Gelände drumherum ist wild, und du musst nur geduldig am Zaun entlangtigern bis du ein Loch gefunden hast. Sie werden immer mal wieder vergeblich gestopft, aber ich kenne alle Durchgänge.

Der Alte Flughafen ist ein echter „Lost Place“. Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb 2010 dazu:

„Der Militärflughafen, den die Deutschen Ende der 1930er Jahren unter dem Tarnnamen „Schafweide“ errichteten, bestand zunächst nur aus einer großen Wiesenfläche und wenigen Baracken. Er diente der Reichsluftwaffe zur Ausbildung an Lastenseglern. Das sind lautlose Flieger, die Segelflugzeugen ähneln. 1945 fiel der Flughafen unter die Kontrolle der Alliierten – ein Jahr zuvor hatte es einen schweren Bombenangriff mit 65 B-17-Bombern gegeben. Die Amerikaner richteten mit Hilfe von 1000 deutschen Kriegsgefangenen den Flughafen wieder her und ließen unter anderem eine 1600 Meter lange Start- und Landebahn anlegen. Unter US-Kommando war er anfänglich der einzige noch benutzbare Flughafen im Rhein-Main-Gebiet. Bis Kriegsende wurden von dort amerikanische Angriffe auf Süddeutschland geflogen. Außerdem nutzte ihn der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte, General Dwight D. Eisenhower, der in Kronberg residierte, zum Starten und Landen.“

Hier ein paar Bilder als Appetizer. Alle Bilder mit der Sony A7. Mehr dazu findet Ihr hier.

Finster

Mein Lieblingsbild

 

Eis auf dem Feldberg/Taunus

Er hatte eine weiße Spitze und die Sonne schien: der Feldberg/Ts. Also ideal zum Photografieren. Mit Mütze, Handschuhen und der Sony A7 bewaffnet los. Aber ich durfte nicht bis ganz nach oben, wegen Eisbruchgefahr. Das galt natürlich nur für Autos 😉 und so bin ich losmarschiert. Da es bis zum Plateau ganz oben doch ein paar Kilometer sind, waren nicht soviele unterwegs. Ich habe mir eine kalte Nase geholt, ansonsten war es großartig. Bilder gibts hier.