Adapter an der Sony Teil V

Und wieder geht es um die Sony A7II. Ich war auf der Suche nach einem schnellen 35 mm Objektiv, eine Brennweite, für die ich mich mehr und mehr begeistere. 35 mm an z.B. der Leica sind großartig.

Sigma Art 35mm f/1,4

Sigma Art 35mm f/1,4

Sony selbst bietet das f/2,8er, aber Sigma das Art 35/1,4. Allerdings nicht mit E-Anschluss, sondern A. Hierfür aber hat Sony vorgesorgt und den Adapter LA-EA3 bereitgestellt, der A-Objektive mit eigenem AF-Motor sauber an die A7 adaptiert. Es gibt noch den LA-EA4, der Objektive ohne eingebauten AF-Motor verdaut, da er ein eigenes AF-Modul hat. Er redet vollständig (AF, Belichtung,…) mit Objektiv und Kamera. Das 35er ist mit 665g ein Brocken und wird mit Adapter und Sonnenblende auch ziemlich lang. Der Adapter muss schließlich mehrere Zentimeter Auflagemaß überbrücken. Vor die mit 67 mm Filterdurchmesser große Frontlinse habe ich als Übervorsichtiger ein Heliopan Protectionfilter geschraubt. Ich schrubbe lieber auf Glas als auf der Linse.

Passend zu diesem Ensemble habe ich mir noch das Sigma Art 24-105 mm f/4 gegönnt. Ebenfalls A-Bajonett und mit LA-EA3 an die A7 adaptierbar. Es hat in eingefahrenem Zustand bei 24 mm etwa die Ausmaße des 35ers, ist allerdings bei 82 mm Filterdurchmesser deutlich dicker und mit 885 g auch über 200 g schwerer.

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 24mm

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 24mm

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 105mm

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 105mm

 

 

 

 

 

 

 

Ich finde diesen Brennweitenbereich sehr praktisch, besonders bei Hochzeiten, wo du z.B. blitzschnell nach einen Bild mit mehreren Personen mit Weitwinkel ein Einzelportrait mit 105 mm nachschieben kannst. Auch auf Reisen decken die Brennweiten sehr viel ab.

Über die Qualitäten beider Objektive ist genug geschrieben worden. Mit einem mit einem Wort: astrein, auch das 35 mm mit offenen f/1,4. Der AF ist bei beiden Objektive nicht langsamer als bei „nativen“ Sony E-Objektiven.

AF-Bereich mit LA-EA4

AF-Bereich mit LA-EA4

Der Adapter führt allerdings zu einer Einschränkung. Es sind nicht alle AF-Sensoren auf dem Sensor ansprechbar, und nicht alle AF-Feldeinstellungen sind möglich. Der Fokussierbereich konzentriert sich auf die Mitte auf ein definiertes Feld (die schwarzen „Klammern“ links und rechts im Bild links), innerhalb dem das AF-Feld verschoben werden kann. Außerhalb geht nichts. Das wusste ich vorher nicht. Es stand auch nirgendwo etwas darüber geschrieben. Hätte mich allerdings nicht vom Kauf der Objektive abgehalten. Das ganze ist für mich auch nicht tragisch; ich bin ein Verschwenker. Das abgebildete orangene AF-Feld in der Mitte lässt sich in der Größe ganz normal verstellen. Das kleinste umfasst einen AF-Sensor; beim hier abgebildeten sind es deren neun (3×3).

Fazit: ich bin angetan von dem was die Objektive leisten. Einziger Nachteil ist wirklich das Gewicht und das Volumen an der zierlichen A7 und du hast immer das Gefühl, dass du die Kombination am besten am Objektiv festhältst damit das Bajonett nicht mit samt Objektiv herausbricht  😉 Sony hat dem Adapter hierfür in weiser Voraussicht eine Stativschelle verpasst, an die du aber nicht herankommst, wenn der Batteriegriff angeschraubt ist. Man kann halt nicht alles haben.