Der Stabi der Sony A7 II er lebe hoch

Seit ich mir die Sony A7 II geholt habe, könnte sie hier meine Favoritenkombination werden; vorne dran hängt das 85/1,4 von Walimex.

150525_A7II_SlB8Wie Ihr wisst, hat das Wali keinen Autofokus, nicht ein Fitzelchen Elektronik und auch keinen Stabi, aber die 2er Sony hat jetzt einen 😀 und ich brauche mir um die Belichtungszeit kaum noch Gedanken zu machen. Und es funktioniert wirklich. Genau das Richtige für meine alten Gläser.

Also habe ich der Kamera erzählt, dass sie eigentlich kein Objektiv hat, habe die Lupe auf C2 gelegt (da komme ich mit meinem Zeigefinger besser dran), Fokuspeaking auf gelb, das ich am besten sehe, Intensität auf mittel, Kamera auf M, die ISO-Automatik auf max. 400 ISO eingestellt und das Objektiv bei offener Blende eingerastet. Ok, ist schon richtig, dass bei offener Blende und bis zu ISO 400 der Stabi nicht sonderlich gefordert wird. Aber meine persönliche Verwackelerfahrung mit diesem 85er an der Vorgänger-A7 ist, dass ich min. eine 1/250 brauchte, um auf akzeptabel scharfe Bilder zu kommen. Hier sind einige so zwischen 1/100 und 1/200, und es ist keine einzige verwackelt. Und ich kann mit den ISO weiter unten bleiben. Einfach beruhigend.

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3 Generationen Handbelichtungsmesser

Sie werden kaum noch benutzt, sitzen heute unauffällig, softwaregestützt und hochleistungsfähig in den Kameras und haben mich schon immer fasziniert. Auch deshalb, weil ich mich mit Belichtungsmessung recht intensiv auseinander setze und das Thema spannend finde. Ihr wisst, Ansel Adams‘ Zonensystem et al.

Belichtungsmesser sind – wer hätte das gedacht? – ein bisschen jünger als die Photografie selbst, aber auch nur ein bisschen. Schon im 19. Jh. wurde versucht, die damals laaaangen Belichtungszeiten in den Griff zu bekommen.

Belichtungsmesser GenerationenWas Ihr auf dem Bild seht, umfasst 60 Jahre Belichtungsmesserbau.    3 Generationen deshalb, weil wir 3 Messzellenkonzepte haben.

Die beiden ältesten sind die kleinen chromfarbenen links im Bild. Der kleinere von beiden ist ein Metraphot 2 von 1954. Er wurde in den Blitzschuh der Kamera geschoben und die Messergebnisse von Hand auf die Kamera übertragen. Das Drehrad oben drauf ist etwa so groß wie eine 5 DM-Münze. Der größere darüber ein Leicameter MC, das, obwohl Leica im Namen, wie der Metraphot von der Firma Metrawatt in Nürnberg gebaut wurde. Das Leicameter ist von 1955, wurde auf einer Leica M in den Blitzschuh geschoben und mit dem daneben liegenden Zeitwahlrad gekoppelt. Die Blende musste händisch aufs Objektiv übertragen werden. Beide haben eine Selenmesszelle. Die ersten Selenbelichtungsmesser stammen aus dem Beginn der 30er Jahre. Sie brauchen keine Batterie. Wenn Licht auf die Selenzelle fällt, fließt Strom, der ein Drehspulinstrument antreibt, an dem ein Zeiger hängt. Um möglichst viel Licht zu fangen, sind die Messzellen groß und füllen fast eine Fläche des Gerätes aus. Die Messung geht sehr laaaangsam und es dauert, bis sich der Zeiger mal in Bewegung setzt. Mit dunklen Motiven können sie nichts anfangen. Selenzellen altern, die beiden hier gehen aber noch. Sie saßen mal auf Leicas M2 und M3. Zum Blitzen mussten die Herrschaften den Blitzschuh räumen.

Die beiden fetten Teile in der Mitte sind Gossen Lunasix 3, reine externe Handbelichtungsmesser, die auch nirgends aufgesteckt werden. Der Profi hängt sie sich an einer Kordel um den Hals oder hat sie griffbereit in der Brusttasche verstaut 😉 . Der Lunasix war das Flaggschiff von Gossen (die es heute noch gibt) und kam 1960 als 1er Version auf den Markt. Die beiden 3er hier stammen aus dem Zeitraum 1966 bis 1970 und galten lange als das Maß der Dinge. Sie haben eine CdS-Messzelle (Cadmium-Sulfid). Sie braucht eine Batterie zum leben, ist dafür aber schön klein. Die Messungen gehen sehr schnell, und der Empfindlichkeitsbereich ist deutlich größer als bei Selen. Der Lunasix hat dafür 2 umschaltbare Messbereiche und verkraftet so auch dunkle Motive. Dafür brauchen CdS-Zellen Erholung, wenn sie mal unvorsichtigerweise durch direktes Reinschauen in die Sonne geblendet werden. Die Messzelle hat einen Blickwinkel von 30°: stellt Euch vor der Messöffnung einen Kegel mit diesem Öffnungswinkel vor. Durch Vorsätze konnte der Messwinkel verändert werden, bis hin zur Spotmessung von nur wenigen Grad. Am schwarzen Gerät erkennt Ihr die Kalotte, die für die Lichtmessung vor die Messöffnung geschoben wird. Die passende Bedienungsanleitung könnt Ihr übrigens immer noch als pdf bei Gossen runterladen. Sie ist lesenswert. Die beiden guten Stücke hier funktionieren noch prima, sind allerdings für die umwelttechnisch verbotenen Quecksilberknopfbatterien mit 1,35V ausgelegt. Es gibt erlaubte Generika, die s..teuer sind, oder über ein noch teureres Zwischenstück adaptierbare 1,5V Alkaliknöpfe.

Ganz rechts liegt aktuelle Ware: Gossen Digipro F. Das „F“ steht für „Flash“, d.h. Du kannst Blitzlichtmessungen machen, was bedeutet, dass er richtig schnell ist. Es gibt inzwischen einen F2, der aber nur eine feinere Blendenabstufung hat. Den Digipro nehme ich mit, wenn ich in Gebäuden photografiere. Diese hier sind nach der Messung des Digipro entstanden. Er hat als Messzelle eine moderne Silicium-Photodiode (sbc). Der Digipro ist ein Computer und vollgestopft mit Funktionalitäten und Messmethoden, mit denen ich mich mal beschäftigen sollte, nur um zu sehen, ob ich etwas daraus gebrauchen kann. Er ist blitzschnell (im wahrsten Sinne des Buchstaben „F“), digital anzeigend und deutlich robuster als die älteren, viel mechanischeren Familienmitglieder mit den Drehspulinstrumenten und Zeigern. Messwinkel auch 30°.

Tja, was mache ich damit? Eigentlich brauchen wohl nur noch Leute im Studio externe, also nicht in der Kamera verbaute und gekoppelte Belichtungsmesser. Ich benutze ihn gerne – wie schon oben erwähnt – wenn ich extreme Belichtungssituationen habe. Zum Beispiel in der Klosterkirche (da ist Stativ erlaubt) mit hohen Kontrasten, die durch helle Fenster und dunkle Ecken verursacht werden. Dann wähle ich auf dem Stativ meinen Ausschnitt und laufe mit meinem Gossen das Motiv ab, messe hier und da und entscheide mich für eine ISO/Blende/Zeit-Kombination. Oder ich experimentiere bei hohen Kontrasten und viel Spitzlichtern mit der Lichtmessung.

Mir macht das Spaß :mrgreen:  Das ist geruhsames, sehr bewusstes Photografieren.

 

 

 

 

Mein kleiner Luxus: eigene Kamera-Kits

Ich wollte das immer schon mal haben: eine, und nur eine, tragbare Tasche (also z.B. für schmerzfreie 9 Stunden durch Paris) voll mit Kameras und meine Lieblingsobjektive vorne drauf. Also kein Umstecken mehr. Wenn ich eine bestimmte Brennweite möchte, dann greife ich einfach nach der entsprechend bestückten Kamera. Dass dies ein effizientes Akkumanagement erfordert, und ich nachher Diskjockey spielen muss mit den vielen einzelnen Speicherkarten lasse ich mal weg. Thom Hogan hatte schon geschrieben: „(…) we tend to collect lenses over time and build shooting kits and are looking at all the parameters and our shooting habits (…). Statt des (nicht existierenden) Hyperzooms mit 7-300 mm, nehme ich mir meine Favoriten und jeweils eine Kamera dazu 😆 Individuelle Kits zu bauen ist natürlich a) eine Frage des Volumens/Gewichts. Drei oder vier D810 mit Objektiven (*ironie*) brechen einem irgendwann das Schlüsselbein. Und natürlich b) eine Frage der Kosten, bzw. der Einschätzung dessen, was einem die Geschichte wert ist.

Ich habe bzgl. a) und b) den für mich schönsten Weg gefunden.

Lumix_Kit_1Kleine leichte Panasonic Lumixen. Alle so groß wie Kompakte, aber mit großem MFT-Sensor. Es sind 3x GF3 in schwarz, braun und rot und einmal GF5. Alle in den vergangenen Monaten gebraucht auf Börsen und in der Bucht geschossen und keine teurer als 99 Euro. Zu den Kameras hatte ich hier schon geschrieben, also brauchen wir uns hier um so nebensächliche Dinge wie Bildqualität, Geschwindigkeit und Rauschen nicht weiter zu beschäftigen. Das passt. Die Objektive hatte ich schon alle und so sind nun jeweils vorne drauf das Fisheye von Samyang, dann das 20 mm von Panasonic, das 45 mm von Olympus und – tja nicht ganz konsequent – das 14-42 mm von Panasonic. Statt letzterem wäre es eigentlich – für das konsequentere Portfolio – das 75/1,8 von Olympus, das jedoch in einer nicht mal so eben erreichbaren Preisliga boxt.

Lumix_Kit_3Und nun die Tasche. Eine alte Tamrac-Umhängetasche. Schön gebraucht und unauffällig. Insofern nicht ganz ideal, als der Deckel zum Körper hin geöffnet wird. Also ein Projekt für die nächste Börse  😉

Die rote GF3 habe ich heute bekommen und somit gibt es morgen einiges auszuprobieren.

 

 

Eis auf dem Feldberg/Taunus

Er hatte eine weiße Spitze und die Sonne schien: der Feldberg/Ts. Also ideal zum Photografieren. Mit Mütze, Handschuhen und der Sony A7 bewaffnet los. Aber ich durfte nicht bis ganz nach oben, wegen Eisbruchgefahr. Das galt natürlich nur für Autos 😉 und so bin ich losmarschiert. Da es bis zum Plateau ganz oben doch ein paar Kilometer sind, waren nicht soviele unterwegs. Ich habe mir eine kalte Nase geholt, ansonsten war es großartig. Bilder gibts hier.

Mit der Leica auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Ursprünglich war es ein Geschenk meiner Tochter. Eine geführte Fototour über den Frankfurter Hauptfriedhof . Leider musste die Tour ausfallen, da der Guide erkrankte. Also bin ich auf eigene Faust losgezogen, an einem nebligen Sonntagmorgen als der Friedhof geöffnet wurde; er liegt mitten in der Stadt und ist fast 200 Jahre alt. Der südliche Teil ist der alte Teil. Alte Bäume und alte Gräber, bedeckt mit Laub und kein Mensch. Eine ruhige, friedvolle Atmosphäre. Motive wohin man blickt. Ich hatte erst die Sorge, dass meine Fotografiererei ein bisschen pietätlos ist, aber die Beklemmung legte sich schnell.

Die Bilder findet ihr hier.

photokina – Pressetag und Bloggertour

Nach gefühlt 100 Baustellen auf der A3 von Frankfurt nach Köln haben wir einen genialen Parkplatz gefunden, nur 5 min zu Fuß vom Pressezentrum Nord. Kurze Kontrolle und dann waren wir drin. Das Schließfach bezogen, einen Kaffee gefasst, geklönt, Pias neue Nikon gecustomized und diskutiert, was wir mit der Zeit bis zum Beginn der Bloggertour anfangen wollen.

Wir haben dann einen Zug durch die Gemeinde gemacht. Überall wurde noch aufgebaut. Großes Chaos und kaum vorstellbar, dass das ohne eine Nachtschicht ausgeht.

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Pünktlich zum Start der Bloggertour waren wir wieder im Pressezentrum zur Verteilung der Headsets. Schien sinnvoll bei etwa 30 Leuten, die sich sicher nicht hoch diszipliniert um unseren Guide scharen würden. Trotzdem war die Reichweite oft zu gering. Mit dem Bus wurden wir ans andere Ende des Geländes gefahren und haben praktisch die ganze Messe aufgerollt.

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Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich nicht mehr an jede Station in allen Einzelheiten erinnere. Auch weil mich einfach nicht alles interessierte. Ich bin Amateur; ich darf das  🙂

Wir waren bei Sihl; sie machen u.a. Phototapeten. Phototapeten? Oyoyoy, ich erinnere mich noch an die 70er mit dem Königsee hinter dem Doppelbett. Es kommt alles wieder. Ja, Leica bringt doch auch wieder eine neue analoge M. Wann kommen die Maxiröcke wieder? Voll retro.

140915_blog_16Wir waren bei Olympus. Dort durften wir das hübsche, dauerlächelnde Model mit der neuen Pen fotografieren. Tja, ein bisschen dünne fand ich. Nicht das Model, aber das Engagement. Wir durften halt fragen und uns natürlich umsehen. Lag vielleicht auch daran, dass die neue Pen schon in allen Einzelheiten angekündigt war, oder auch, dass das Interesse der Truppe an MFTs nicht ganz so hoch war. Meist waren die mehr oder weniger fetten DSLRs vertreten. Ein paar versprengte OMs habe ich auch gesehen.

Wir waren bei Cewe. Die kenne ich von den Photobüchern her. Ich lasse dort alle meine Bücher machen. Noch. Bei Pixum, die auch den Cewe-GUI haben, halt in blau statt rot, gibt es auch mal Gutscheine. Nicht so bei Cewe. Bei Cewe kann man jetzt per App Postkarten verschicken. Retrofeeling mit echter Unterschrift. Kommt die Postkarte wieder?

140915_blog_01Wir waren bei Epson. Hauptpunkt war eine Brille ähnlich der von Google. Wenn mir jemand mit so einer auf der Nase gegenüber sitzt, schmiere ich ihm meine Kuchensahne drauf. Geht’s noch? Tolle Drucker, die Sophie als Profi ins Schwärmen bringen, Scanner, bei denen ich immer an meine tausende von Dias denken muss, und jetzt auch eine Joggeruhr, die deinen momentanen Gesundheitszustand ins Netz stellen kann, damit der blöde Nachbar neidisch auf deine Zeiten auf der Joggingrunde wird. Epson ist mit Seiko verbandelt; daher der Name Bratkartoffel.

140915_blog_07Wir waren bei Zeiss. Das ist spannend, weil sie neue Objektive für die Sony A7 und die Leica gemacht haben. Die A7-Serie heißt Loxia und besteht derzeit aus 2/35 und einem 2/50, die sich schon sehr gut anfassen. Wenn da nur nicht die Preise wären: 1149 Euronen für das 35er, 899 für das Fuffzger. Au backe. Dann bleibe ich doch bei meinem adaptierten 50er Canon FD.

Wir waren bei Polaroid. Sie haben eine witzige Actionkamera, die Cube heißt und neben Bildern auch 1080er Videos machen kann, und das 90 min lang. Dann ist der Akku leer oder die Karte voll. Sie hat auf einer Seite einen Magneten, der hoffentlich stark genug ist. Und ganz toll, eine kleine LED an der Oberseite, bei der man deutlich sieht, dass die Kamera läuft. Das kann meine GoPro nicht so gut. Die rote LED auf der Rückseite ist in der Sonne kaum erkennbar und dann auf dem Moped schon mal gar nicht. Die Kamera, die jetzt digital wie weiland analog fertige Bildchen ausspuckt funktionierte nicht richtig. Man konnte mir keine fertigen Beispiele zeigen.

140915_blog_03Wir waren bei video2brain, wo Calvin Hollywood ein bisschen aus seiner  Bloggerpraxis geplaudert hat. Das hob sich wohltuend ab. Er kommt professionell und sympathisch rüber. Der Aufwand, den er treiben muss ist gigantisch. Das muss man wirklich mögen.

 

140915_blog_17Wir waren bei White Wall. Sie haben alles, um ein Bild ansprechend zu präsentieren. Vom Fotobuch – ich fand das hochglänzende ganz spannend – bis zu mehreren Quadratmeter großen Spiegeln mit Bild drauf. White Wall ist Hoflieferant für die LUMAS-Galerien, die jetzt weltweit aus dem Boden sprießen und Photokunst bezahlbar machen wollen, was auch immer das heißt.

140915_blog_15Wir waren bei Lytro. Sie haben ein neues Modell, das fast wie eine normale Kamera aussieht, und sich auch so benimmt. Sie kann RAW und speichert auf eine Karte. Zur Bearbeitung braucht es die proprietäre Software. Überhaupt war „Software“ das Schlagwort schlechthin. Unser geduldiger Lytromann beantwortete viele Fragen nach dem Wie mit: das regelt die Software. Es ist schon verblüffend, wie am Rechner mit einer Fingerbewegung die Schärfeebene und die Schärfentiefe verschoben werden können. Das gute Stück hat eine fest angeschraubte Optik und kostet 1599 Euronen.

140915_blog_06Einen gelungenen Abschluss bildete die Blogger Zone. Sehr engagierte und rührige Leute voll von Ideen. Da gehe ich am Mittwoch bestimmt wieder hin.

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Habe ich jemanden vergessen? Ich hoffe nicht.

140915_blog_13Danach waren wir geplättet und haben unsere Trophäen begutachtet.

 

 

 

 

 

Mein Fazit:                                                                                                                           Gut organisiert, auch für die Verdurstenden unter uns wurde gesorgt. Bis auf Olympus haben sich auch alle Mühe gegeben. Danke. Ich persönlich hätte gerne bei ein paar anderen Firmen vorbeigeschaut, was aber vermutlich schwierig geworden wäre. Canon hatte sich komplett verbarrikadiert, Sony ließ uns nicht hinein und bei Samsung durften wir nicht mal aus der Ferne fotografieren. Gut, wir liefen auch auf den Ständen herum, auf denen noch kräftig gehämmert und geschraubt wurde. Danke an die Organisatoren und an unseren Guide.

 

 

 

 

photokina – Überlegungen am Vorabend

Morgen geht es endlich los: photokina 2014.

Die „weltweit bedeutendste Messe für Fotografie“ (Wikipedia) gibt es seit 1950, und ich war die letzten 30 Jahre mit dabei. Diesmal ist es insofern anders, als ich dieses Mal mit einem Presseausweis ausgestattet bin: ich bin akkreditiert.  😆

Yoyoyoy, ich darf schon ab Montag mitspielen, durch die heiligen Hallen streifen und die ganzen tollen, neuen Sachen begutachten. Na gut, das meiste wissen wir ja schon und sind über die neuesten Gerüchte bestens informiert.

Akkreditiert bin ich Dank meines kleinen Blogs hier, den Du gerade liest. Ich kann mir nur vorstellen, dass die photokineasten, die über die Akkreditierung entscheiden, begriffen haben, dass Blogger, hier Photoblogger, für die Branche ein nicht zu unterschätzender Verstärker sind. Die allermeisten von uns machen das freiwillig (ok, manche müssen das aus geschäftlichen Gründen machen. Ich meine hier die reinen Amateure, wie ich es einer bin) und schreiben in ihrer Freizeit über Fotoprodukte, die wir uns vielleicht mühsam erspart haben, ohne dass wir Angst haben müssen, bei einem nicht so tollen Kommentar auf irgendeiner schwarzen Liste zu landen. Und ich glaube unabhängigen (hoffentlich) Blogeinträgen, die eine Kamera, oder ein Objektiv, oder… besprechen, doch auch mehr als einer Zeitschrift, die im Anschluss an einen Vergleichstest eine einseitge Anzeige des Testsiegers platzieren. Es ist halt manchmal nur schwierig, zu erkennen, wie unabhängig der Schreiber tatsächlich ist. Wie weit ist man/frau noch unabhängig, wenn einem ein Hersteller ein Testexemplar zuschickt? Neue Dinge vor dem gemeinen Konsumentenvolk mal ausprobieren zu dürfen ist schon verlockend….

Wie auch immer, wir sind eingeladen, weil sie hoffen, dass wir uns in den kommenden Abenden hinsetzen und schreiben, wie toll alles ist. Darf ich dann auch schreiben, dass ich z.B. die D750 überhaupt nicht verstehe, und dann noch zu diesem Preis?

Bloggerkollegen, bleibt objektiv! Das ist unser großer Vorteil, unsere große Freiheit und unsere Macht.

Allzeit gut‘ Licht.

Mein erster „Little Planet“

140713_little_planet_Paulskirche

…ist eher ein Zufallsprodukt. Ich wollte ein ganz „normales“ Pano mit der Paulskirche in Frankfurt bauen, und habe spontan im PTGui auf den entsprechenden Menüpunkt gedrückt. Da halt nicht geplant, gab es das große Loch in der Mitte, wo man durch den Planeten durchschauen kann, und den galt es zu schließen, und so musste ich mit Photoshop kräftig mogeln, was man/frau auch bei genauem Hinschauen sieht. Aber egal. Das Ergebnis ist überraschend und ich werde mich mal ernsthalt damit beschäftigen. Das wird ein Spaß 🙂 .Gemacht mit einer Lumix GF5 und dem Samyang 7,5mm fisheye MFT.

 

 

Der Adapter – Des Adapters – Dem Adapter – Den Adapter *)

*) Duden: Wortart: Substantiv, maskulin / Gebrauch: Technik / Bedeutung: Zusatz- oder Verbindungsteil, das den Anschluss eines Gerätes oder Geräteteils an ein Hauptgerät oder an den elektrischen Strom ermöglicht / Herkunft: lateinisch: adaptare=anpassen

Wovon ich rede? Wir hatten auf unserem letzten Photostammtisch in Heidelberg darüber philosophiert, dass Sophie (guckst du hier: http://www.pixelsophie.de/ ) begeistert alte M42-Gläser an Ihre EOS schraubt. Und da ist mir eingefallen, dass ich ja auch einen vernachlässigten Adapter zuhause liegen habe: Canon FD an MFT. Aus meinen FD-Zeiten vor über 30 Jahren habe ich noch ein paar Klassiker hier: 20, 24, 28, 35, 50, 85 und 135mm. Vom Stammtischgespräch motiviert, habe ich den Adapter (der teure von  Novoflex) heute Nachmittag mal ausgebuddelt und ein paar Objektive an meine 3 Jahre alte Panansonic Lumix GF3 adaptiert. Mit dem 135er sieht das dann zum Beispiel so aus:

140510_GF3_Canon_an_MFT_2_si8b8_001 140510_GF3_Canon_an_MFT_1_si8b8_001

Der Adapter ist „dumm“; Objektiv und Kamera reden nicht miteinander. Ich musste der kleinen Lumix sagen, dass sie auch ohne Objektiv auslösen soll. Und dann geht es mit Arbeitsblende weiter, was kein Problem ist, da das Display das Belichtungsergebnis anzeigt. Du musst die alten Herrschaften schon ein gutes Stück abblenden, sonst gibt es Matsch. So ab 5,6 gibt es scharfe Bilder, wobei es keine Schärfe ist, wie sie ein aktuelles Objektiv bringt. Die Bilder haben eine ganz eigene, „analoge“ Anmutung, keine harte Kantenschärfe, dafür richtig schön fluffig, atmosphärisch und das mag ich sehr. Mit dem Scharfstellen gab es keine Probleme. Abgeblendet auf 5,6 oder mehr kompensiert die Schärfentiefe des kleinen Sensors fast alles. Ich werde mal ein paar Beispiele in meine Fotokiste packen, sofern das auf dem Bildschirm auch sichtbar ist.

Ab 50mm wird’s mühsam. Das sind 100mm an der MFT und die Lumix kennt keinen Stabi. Das machen normalerweise die Lumixobjektive. Ich habe beim 50er min. eine 250tel gebraucht; darunter lief gar nichts. Das 135er ist noch heikler. Das ergibt ein 270er und da musste ich mit den ISO schon kräftig hoch, um mit einer 5,6 oder sogar 8 eine ausreichend kurze Zeit realisieren zu können. Unterhalb einer gewissen Helligkeit bleibt nur das Stativ.

Das führt natürlich zu der Überlegung, ob das nicht zu einem Revival meiner alten Schätzchen führen könnte. Da gibt es noch diverse Nikkore, Zuikos, Pentax‘ und nicht zu vergessen zwei Leica „R“. Ideal ist hierfür die Sony A7…oje….

Der AfE-Turm ist weg

Heute morgen haben sie ihn weggesprengt. Eine bewundernswerte Präzisionsarbeit: Respekt.

Die Skyline Frankfurts verändert sich.

Man muss wissen, dass der Turm eigentlich zwei unterschiedliche Architekturen besaß. Die Nordseite bestand aus anderhalbfachen Etagenhöhen, die Südseite hatte einfache Etagenhöhe.

Hier – links zwischen den hohen Türmen – ist jetzt eine Lücke.

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