Mit der Leica auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Ursprünglich war es ein Geschenk meiner Tochter. Eine geführte Fototour über den Frankfurter Hauptfriedhof . Leider musste die Tour ausfallen, da der Guide erkrankte. Also bin ich auf eigene Faust losgezogen, an einem nebligen Sonntagmorgen als der Friedhof geöffnet wurde; er liegt mitten in der Stadt und ist fast 200 Jahre alt. Der südliche Teil ist der alte Teil. Alte Bäume und alte Gräber, bedeckt mit Laub und kein Mensch. Eine ruhige, friedvolle Atmosphäre. Motive wohin man blickt. Ich hatte erst die Sorge, dass meine Fotografiererei ein bisschen pietätlos ist, aber die Beklemmung legte sich schnell.

Die Bilder findet ihr hier.

Mein erster „Little Planet“

140713_little_planet_Paulskirche

…ist eher ein Zufallsprodukt. Ich wollte ein ganz „normales“ Pano mit der Paulskirche in Frankfurt bauen, und habe spontan im PTGui auf den entsprechenden Menüpunkt gedrückt. Da halt nicht geplant, gab es das große Loch in der Mitte, wo man durch den Planeten durchschauen kann, und den galt es zu schließen, und so musste ich mit Photoshop kräftig mogeln, was man/frau auch bei genauem Hinschauen sieht. Aber egal. Das Ergebnis ist überraschend und ich werde mich mal ernsthalt damit beschäftigen. Das wird ein Spaß 🙂 .Gemacht mit einer Lumix GF5 und dem Samyang 7,5mm fisheye MFT.

 

 

Der Adapter – Des Adapters – Dem Adapter – Den Adapter *)

*) Duden: Wortart: Substantiv, maskulin / Gebrauch: Technik / Bedeutung: Zusatz- oder Verbindungsteil, das den Anschluss eines Gerätes oder Geräteteils an ein Hauptgerät oder an den elektrischen Strom ermöglicht / Herkunft: lateinisch: adaptare=anpassen

Wovon ich rede? Wir hatten auf unserem letzten Photostammtisch in Heidelberg darüber philosophiert, dass Sophie (guckst du hier: http://www.pixelsophie.de/ ) begeistert alte M42-Gläser an Ihre EOS schraubt. Und da ist mir eingefallen, dass ich ja auch einen vernachlässigten Adapter zuhause liegen habe: Canon FD an MFT. Aus meinen FD-Zeiten vor über 30 Jahren habe ich noch ein paar Klassiker hier: 20, 24, 28, 35, 50, 85 und 135mm. Vom Stammtischgespräch motiviert, habe ich den Adapter (der teure von  Novoflex) heute Nachmittag mal ausgebuddelt und ein paar Objektive an meine 3 Jahre alte Panansonic Lumix GF3 adaptiert. Mit dem 135er sieht das dann zum Beispiel so aus:

140510_GF3_Canon_an_MFT_2_si8b8_001 140510_GF3_Canon_an_MFT_1_si8b8_001

Der Adapter ist „dumm“; Objektiv und Kamera reden nicht miteinander. Ich musste der kleinen Lumix sagen, dass sie auch ohne Objektiv auslösen soll. Und dann geht es mit Arbeitsblende weiter, was kein Problem ist, da das Display das Belichtungsergebnis anzeigt. Du musst die alten Herrschaften schon ein gutes Stück abblenden, sonst gibt es Matsch. So ab 5,6 gibt es scharfe Bilder, wobei es keine Schärfe ist, wie sie ein aktuelles Objektiv bringt. Die Bilder haben eine ganz eigene, „analoge“ Anmutung, keine harte Kantenschärfe, dafür richtig schön fluffig, atmosphärisch und das mag ich sehr. Mit dem Scharfstellen gab es keine Probleme. Abgeblendet auf 5,6 oder mehr kompensiert die Schärfentiefe des kleinen Sensors fast alles. Ich werde mal ein paar Beispiele in meine Fotokiste packen, sofern das auf dem Bildschirm auch sichtbar ist.

Ab 50mm wird’s mühsam. Das sind 100mm an der MFT und die Lumix kennt keinen Stabi. Das machen normalerweise die Lumixobjektive. Ich habe beim 50er min. eine 250tel gebraucht; darunter lief gar nichts. Das 135er ist noch heikler. Das ergibt ein 270er und da musste ich mit den ISO schon kräftig hoch, um mit einer 5,6 oder sogar 8 eine ausreichend kurze Zeit realisieren zu können. Unterhalb einer gewissen Helligkeit bleibt nur das Stativ.

Das führt natürlich zu der Überlegung, ob das nicht zu einem Revival meiner alten Schätzchen führen könnte. Da gibt es noch diverse Nikkore, Zuikos, Pentax‘ und nicht zu vergessen zwei Leica „R“. Ideal ist hierfür die Sony A7…oje….

Forum-Unsinn

Ich glaube, das werde ich in diesem Leben nicht mehr verstehen. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie anhand zweier ins Forum hochgeladener jpg’s jemand den Nachweis führen oder erkennen will, dass der Sensor oder das Obkjektiv der einen Kamera besser ist als der bzw. das der anderen.
Bin heute mal wieder durch die diversen Markenforen geschlendert und stoße immer wieder auf dieselben Phänomene. Sagt einer, das Objektiv A ist phantastisch und viel besser als das Objektiv B. Erste Reaktion: das kann gar nicht sein, ich habe Objektiv B und das ist das beste (weil er es hat, Anm.d.Autors), zweite Reaktion: lade mal Bilder hoch, damit wir was sehen. Wie bitte? Beurteilung anhand fremder Bilder, von denen keiner weiß, was da für Softwaren rübergezogen wurden?
Besonders schlimm ist das, wenn neue Superapparate auf den Markt kommen. Dann gibt es Zeitgenossen, die sich zuhause hinsetzen, ihre nun „alte“ Kamera in die Hand nehmen und anfangen zu heulen, denn jetzt ist ja was besseres da (was auch immer das heißen mag). Hatte hier von einem gelesen, der richtig erleichtert war, dass er bei der neuen Sony A7r, einem Pixelbiest mit 36mp, bei 6400 ASA in der 100%-Vergrößerung einer Aufnahme in der Dämmerung am Rand Rauschen entdecken konnte. Also echt, Sony, geht gar nicht und außerdem ist die Kamera viel zu teuer.
Man kann sich nicht dem Eindruck verschließen, dass doch viele nur fotografieren, um die Qualität ihrer Kamera und der Objektive darstellen zu können, die dann pixelpeepend vor dem 27er Schirm sitzen und den Zoom auf 1000% drehen, um zu schauen ob’s irgendwo rauscht. Das sind die einen. Die anderen gehen auch nicht zum Bilder machen, sondern arbeiten sich durch die Menüs und die Anleitungen, um zu sehen, ob bei ISO-Automatik, Rauschunterdrückung auf mittel die Blitzsynchronisationszeit tatsächlich max eine 500stel ist, und ob bei ganz großen Raws, AFC und Dauerfeuer der Pufferspeicher der Kamera tatsächlich wie im Forum abwertend geschrieben schon bei 25 Aufnahmen aufgibt, wo doch der Prospekt 30 sagt.
So manche Zeitrgenossen sollte man daran erinnern, dass Kameras nur einen Zweck haben. Nämlich Bilder aufzunehmen, diese zu speichern, um uns später Freude damit zu bereiten.

Meine erste Ausstellung, sozusagen

Meine kleine Schwester eröffnet Anfang November einen Futterladen in Feuerbach bei Stuttgart. Es gibt phantastische Spezialsandwiches, Waffeln, frischen Kaffee und einen netten Platz zum Hinsitzen und Entspannen. Mein Neffe Gero wird den Laden schmeißen.

Und ich habe die Ehre, einen wesentlichen Bestandteil der Wanddekoration beisteuern zu dürfen. Meine erste Ausstellung sozusagen und meine erste „Veröffentlichung“.

Ich bin sehr stolz  😆

Schwesterchen hatte auf einer Ausstellung einer koreanischen Photografin Bilder gesehen, die ihr sehr gut gefallen haben. Alle Bilder quadratisch, eine Mischung aus Street und Architektur, viel Symmetrie und Fluchtpunkte, teilweise auf den ersten Blick banale Bilder, auf den zweiten Blick aber mit einer Geschichte. So etwas muss es sein. Sie sind natürlich auch käuflich zu erwerben, liegen aber preislich deutlich jenseits der Möglichkeiten eines Startup-Unternehmens. Also durfte ich ran, fühle mich geehrt und bin tief in meinen Fundus abgetaucht. Und? Bestanden! Schwesterchen wird alle Bilder aufhängen  :mrgreen:

Es ist auch ein Colour Key dabei, was ja nach Auffassung einiger Blogger gar nicht (mehr) geht. Stilpirat hat geschrieben: kein Foto auf dieser Welt verdient Colour Key. Dieser Meinung bin ich aber gar nicht. Wie meistens im Bilderleben: it depends. Eine rote Rose, einen blauen Himmel, oder eine orange Orange zu colour-keyen ist in der Tat sinnlos. Also, behutsam damit umzugehen führt zu schönen Ergebnissen

Das Ergebnis seht Ihr hier.

Actionfotografie mit der D800

Ich kann es echt nicht mehr hören: die kapriziöse D800, bloss weil sie ein paar MP mehr hat. Ich war heute mit 70-300 und 24-120 auf einem Motocrossrennen und habe sie so eingesetzt wie ich es mit der D700 auch gemacht hätte. Das volle Programm mit AF-C, dynamischem AF, mittenbetonter Messung, CH und komprimierten NEFs: also rund 45MB je Bild. Dazu eine schnelle CF-Karte und bingo. So nochmal einer erzählen, dass die D800 nur fürs Studio taugt. Das ist eine astreine Actionkamera mit dem Vorteil, dass du dir deinen Auschnitt am Rechner beliebig zurechtschnippeln kannst und keine Details verlierst. Ich habe rund 500 Bilder gemacht und der technische Ausschuss: unscharf, falsch belichtet war im normalen Bereich. Nichts aussergewöhnliches. Eine tolle Kamera!

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