Mein kleiner Luxus: eigene Kamera-Kits

Ich wollte das immer schon mal haben: eine, und nur eine, tragbare Tasche (also z.B. für schmerzfreie 9 Stunden durch Paris) voll mit Kameras und meine Lieblingsobjektive vorne drauf. Also kein Umstecken mehr. Wenn ich eine bestimmte Brennweite möchte, dann greife ich einfach nach der entsprechend bestückten Kamera. Dass dies ein effizientes Akkumanagement erfordert, und ich nachher Diskjockey spielen muss mit den vielen einzelnen Speicherkarten lasse ich mal weg. Thom Hogan hatte schon geschrieben: „(…) we tend to collect lenses over time and build shooting kits and are looking at all the parameters and our shooting habits (…). Statt des (nicht existierenden) Hyperzooms mit 7-300 mm, nehme ich mir meine Favoriten und jeweils eine Kamera dazu 😆 Individuelle Kits zu bauen ist natürlich a) eine Frage des Volumens/Gewichts. Drei oder vier D810 mit Objektiven (*ironie*) brechen einem irgendwann das Schlüsselbein. Und natürlich b) eine Frage der Kosten, bzw. der Einschätzung dessen, was einem die Geschichte wert ist.

Ich habe bzgl. a) und b) den für mich schönsten Weg gefunden.

Lumix_Kit_1Kleine leichte Panasonic Lumixen. Alle so groß wie Kompakte, aber mit großem MFT-Sensor. Es sind 3x GF3 in schwarz, braun und rot und einmal GF5. Alle in den vergangenen Monaten gebraucht auf Börsen und in der Bucht geschossen und keine teurer als 99 Euro. Zu den Kameras hatte ich hier schon geschrieben, also brauchen wir uns hier um so nebensächliche Dinge wie Bildqualität, Geschwindigkeit und Rauschen nicht weiter zu beschäftigen. Das passt. Die Objektive hatte ich schon alle und so sind nun jeweils vorne drauf das Fisheye von Samyang, dann das 20 mm von Panasonic, das 45 mm von Olympus und – tja nicht ganz konsequent – das 14-42 mm von Panasonic. Statt letzterem wäre es eigentlich – für das konsequentere Portfolio – das 75/1,8 von Olympus, das jedoch in einer nicht mal so eben erreichbaren Preisliga boxt.

Lumix_Kit_3Und nun die Tasche. Eine alte Tamrac-Umhängetasche. Schön gebraucht und unauffällig. Insofern nicht ganz ideal, als der Deckel zum Körper hin geöffnet wird. Also ein Projekt für die nächste Börse  😉

Die rote GF3 habe ich heute bekommen und somit gibt es morgen einiges auszuprobieren.