Opels und andere Klassiker

Ich war heute bei strahlendem Sonnenschein auf dem 2015er Klassikertreffen in den Opelvillen zu Rüsselsheim. Traditionell für Opels allen Alters, aber es haben sich inzwischen auch Fremdmarken (z.B. die Raubkatze *grins*) und Zweiräder (Opel hatte auch welche) dazwischen gemischt. Sie werden erfreut geduldet; es erhöht die Vielfalt deutlich. Standard ist ein ordentlich zugeschnittenes Pappstück unter der Ölwanne, um den Rasen nicht zu ruinieren. Die meisten der Fahrzeuge habe ich noch live im Alltag erlebt. Déjà-Vues sozusagen. Gegen die Kadett B habe ich mit meinem „Sparkäfer“ und tobenden 34 Pferden damals immer verloren. Die waren einfach leichter und natürlich auch ein bisschen kräftiger.
Hier ein paar Eindrücke. Alles mit Sony A7II, Kit 28-70 mm, Lightroom 6 und die s/w natürlich in Silver Efex Pro.

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Der Stabi der Sony A7 II er lebe hoch

Seit ich mir die Sony A7 II geholt habe, könnte sie hier meine Favoritenkombination werden; vorne dran hängt das 85/1,4 von Walimex.

150525_A7II_SlB8Wie Ihr wisst, hat das Wali keinen Autofokus, nicht ein Fitzelchen Elektronik und auch keinen Stabi, aber die 2er Sony hat jetzt einen 😀 und ich brauche mir um die Belichtungszeit kaum noch Gedanken zu machen. Und es funktioniert wirklich. Genau das Richtige für meine alten Gläser.

Also habe ich der Kamera erzählt, dass sie eigentlich kein Objektiv hat, habe die Lupe auf C2 gelegt (da komme ich mit meinem Zeigefinger besser dran), Fokuspeaking auf gelb, das ich am besten sehe, Intensität auf mittel, Kamera auf M, die ISO-Automatik auf max. 400 ISO eingestellt und das Objektiv bei offener Blende eingerastet. Ok, ist schon richtig, dass bei offener Blende und bis zu ISO 400 der Stabi nicht sonderlich gefordert wird. Aber meine persönliche Verwackelerfahrung mit diesem 85er an der Vorgänger-A7 ist, dass ich min. eine 1/250 brauchte, um auf akzeptabel scharfe Bilder zu kommen. Hier sind einige so zwischen 1/100 und 1/200, und es ist keine einzige verwackelt. Und ich kann mit den ISO weiter unten bleiben. Einfach beruhigend.

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3 Generationen Handbelichtungsmesser

Sie werden kaum noch benutzt, sitzen heute unauffällig, softwaregestützt und hochleistungsfähig in den Kameras und haben mich schon immer fasziniert. Auch deshalb, weil ich mich mit Belichtungsmessung recht intensiv auseinander setze und das Thema spannend finde. Ihr wisst, Ansel Adams‘ Zonensystem et al.

Belichtungsmesser sind – wer hätte das gedacht? – ein bisschen jünger als die Photografie selbst, aber auch nur ein bisschen. Schon im 19. Jh. wurde versucht, die damals laaaangen Belichtungszeiten in den Griff zu bekommen.

Belichtungsmesser GenerationenWas Ihr auf dem Bild seht, umfasst 60 Jahre Belichtungsmesserbau.    3 Generationen deshalb, weil wir 3 Messzellenkonzepte haben.

Die beiden ältesten sind die kleinen chromfarbenen links im Bild. Der kleinere von beiden ist ein Metraphot 2 von 1954. Er wurde in den Blitzschuh der Kamera geschoben und die Messergebnisse von Hand auf die Kamera übertragen. Das Drehrad oben drauf ist etwa so groß wie eine 5 DM-Münze. Der größere darüber ein Leicameter MC, das, obwohl Leica im Namen, wie der Metraphot von der Firma Metrawatt in Nürnberg gebaut wurde. Das Leicameter ist von 1955, wurde auf einer Leica M in den Blitzschuh geschoben und mit dem daneben liegenden Zeitwahlrad gekoppelt. Die Blende musste händisch aufs Objektiv übertragen werden. Beide haben eine Selenmesszelle. Die ersten Selenbelichtungsmesser stammen aus dem Beginn der 30er Jahre. Sie brauchen keine Batterie. Wenn Licht auf die Selenzelle fällt, fließt Strom, der ein Drehspulinstrument antreibt, an dem ein Zeiger hängt. Um möglichst viel Licht zu fangen, sind die Messzellen groß und füllen fast eine Fläche des Gerätes aus. Die Messung geht sehr laaaangsam und es dauert, bis sich der Zeiger mal in Bewegung setzt. Mit dunklen Motiven können sie nichts anfangen. Selenzellen altern, die beiden hier gehen aber noch. Sie saßen mal auf Leicas M2 und M3. Zum Blitzen mussten die Herrschaften den Blitzschuh räumen.

Die beiden fetten Teile in der Mitte sind Gossen Lunasix 3, reine externe Handbelichtungsmesser, die auch nirgends aufgesteckt werden. Der Profi hängt sie sich an einer Kordel um den Hals oder hat sie griffbereit in der Brusttasche verstaut 😉 . Der Lunasix war das Flaggschiff von Gossen (die es heute noch gibt) und kam 1960 als 1er Version auf den Markt. Die beiden 3er hier stammen aus dem Zeitraum 1966 bis 1970 und galten lange als das Maß der Dinge. Sie haben eine CdS-Messzelle (Cadmium-Sulfid). Sie braucht eine Batterie zum leben, ist dafür aber schön klein. Die Messungen gehen sehr schnell, und der Empfindlichkeitsbereich ist deutlich größer als bei Selen. Der Lunasix hat dafür 2 umschaltbare Messbereiche und verkraftet so auch dunkle Motive. Dafür brauchen CdS-Zellen Erholung, wenn sie mal unvorsichtigerweise durch direktes Reinschauen in die Sonne geblendet werden. Die Messzelle hat einen Blickwinkel von 30°: stellt Euch vor der Messöffnung einen Kegel mit diesem Öffnungswinkel vor. Durch Vorsätze konnte der Messwinkel verändert werden, bis hin zur Spotmessung von nur wenigen Grad. Am schwarzen Gerät erkennt Ihr die Kalotte, die für die Lichtmessung vor die Messöffnung geschoben wird. Die passende Bedienungsanleitung könnt Ihr übrigens immer noch als pdf bei Gossen runterladen. Sie ist lesenswert. Die beiden guten Stücke hier funktionieren noch prima, sind allerdings für die umwelttechnisch verbotenen Quecksilberknopfbatterien mit 1,35V ausgelegt. Es gibt erlaubte Generika, die s..teuer sind, oder über ein noch teureres Zwischenstück adaptierbare 1,5V Alkaliknöpfe.

Ganz rechts liegt aktuelle Ware: Gossen Digipro F. Das „F“ steht für „Flash“, d.h. Du kannst Blitzlichtmessungen machen, was bedeutet, dass er richtig schnell ist. Es gibt inzwischen einen F2, der aber nur eine feinere Blendenabstufung hat. Den Digipro nehme ich mit, wenn ich in Gebäuden photografiere. Diese hier sind nach der Messung des Digipro entstanden. Er hat als Messzelle eine moderne Silicium-Photodiode (sbc). Der Digipro ist ein Computer und vollgestopft mit Funktionalitäten und Messmethoden, mit denen ich mich mal beschäftigen sollte, nur um zu sehen, ob ich etwas daraus gebrauchen kann. Er ist blitzschnell (im wahrsten Sinne des Buchstaben „F“), digital anzeigend und deutlich robuster als die älteren, viel mechanischeren Familienmitglieder mit den Drehspulinstrumenten und Zeigern. Messwinkel auch 30°.

Tja, was mache ich damit? Eigentlich brauchen wohl nur noch Leute im Studio externe, also nicht in der Kamera verbaute und gekoppelte Belichtungsmesser. Ich benutze ihn gerne – wie schon oben erwähnt – wenn ich extreme Belichtungssituationen habe. Zum Beispiel in der Klosterkirche (da ist Stativ erlaubt) mit hohen Kontrasten, die durch helle Fenster und dunkle Ecken verursacht werden. Dann wähle ich auf dem Stativ meinen Ausschnitt und laufe mit meinem Gossen das Motiv ab, messe hier und da und entscheide mich für eine ISO/Blende/Zeit-Kombination. Oder ich experimentiere bei hohen Kontrasten und viel Spitzlichtern mit der Lichtmessung.

Mir macht das Spaß :mrgreen:  Das ist geruhsames, sehr bewusstes Photografieren.

 

 

 

 

Kit-Test: Olympus 45/1,8 an der alten, neuen, roten Lumix GF3

Ich hatte mir die kleine Lumix für 99 Euronen in der Bucht geschossen, um sie als Kit mit meinem Olympus 45/1,8er zu verheiraten.

Lumix GF3Damit bin ich heute bei Sonnenschein losgezogen. Die GF3 hat ja „nur“ 12 MP auf dem MFT-Sensor, und die Ergebnisse sind selbst bei offener Blende zusammen mit dem wirklich guten Objektiv erste Sahne.

 

 

Schattentreppe Schloss Zaunast Wolle Blatt Wuerstchen Weg Sitze 1 Sitze 2 Sitze 3 Handschuh Zwillinge

Mein kleiner Luxus: eigene Kamera-Kits

Ich wollte das immer schon mal haben: eine, und nur eine, tragbare Tasche (also z.B. für schmerzfreie 9 Stunden durch Paris) voll mit Kameras und meine Lieblingsobjektive vorne drauf. Also kein Umstecken mehr. Wenn ich eine bestimmte Brennweite möchte, dann greife ich einfach nach der entsprechend bestückten Kamera. Dass dies ein effizientes Akkumanagement erfordert, und ich nachher Diskjockey spielen muss mit den vielen einzelnen Speicherkarten lasse ich mal weg. Thom Hogan hatte schon geschrieben: „(…) we tend to collect lenses over time and build shooting kits and are looking at all the parameters and our shooting habits (…). Statt des (nicht existierenden) Hyperzooms mit 7-300 mm, nehme ich mir meine Favoriten und jeweils eine Kamera dazu 😆 Individuelle Kits zu bauen ist natürlich a) eine Frage des Volumens/Gewichts. Drei oder vier D810 mit Objektiven (*ironie*) brechen einem irgendwann das Schlüsselbein. Und natürlich b) eine Frage der Kosten, bzw. der Einschätzung dessen, was einem die Geschichte wert ist.

Ich habe bzgl. a) und b) den für mich schönsten Weg gefunden.

Lumix_Kit_1Kleine leichte Panasonic Lumixen. Alle so groß wie Kompakte, aber mit großem MFT-Sensor. Es sind 3x GF3 in schwarz, braun und rot und einmal GF5. Alle in den vergangenen Monaten gebraucht auf Börsen und in der Bucht geschossen und keine teurer als 99 Euro. Zu den Kameras hatte ich hier schon geschrieben, also brauchen wir uns hier um so nebensächliche Dinge wie Bildqualität, Geschwindigkeit und Rauschen nicht weiter zu beschäftigen. Das passt. Die Objektive hatte ich schon alle und so sind nun jeweils vorne drauf das Fisheye von Samyang, dann das 20 mm von Panasonic, das 45 mm von Olympus und – tja nicht ganz konsequent – das 14-42 mm von Panasonic. Statt letzterem wäre es eigentlich – für das konsequentere Portfolio – das 75/1,8 von Olympus, das jedoch in einer nicht mal so eben erreichbaren Preisliga boxt.

Lumix_Kit_3Und nun die Tasche. Eine alte Tamrac-Umhängetasche. Schön gebraucht und unauffällig. Insofern nicht ganz ideal, als der Deckel zum Körper hin geöffnet wird. Also ein Projekt für die nächste Börse  😉

Die rote GF3 habe ich heute bekommen und somit gibt es morgen einiges auszuprobieren.

 

 

iPhone 6 Plus Kamera: Respekt

Ich hatte ja nun 2 Jahre lang ein 5er und habe die (rückwärtige) Kamera oft genutzt und fand sie für die Sensorgröße von 4,54×3,42 mm ganz ok. Die Kamera im 6+ hat nun in allen Belangen deutlich zugelegt. Der Sensor hat die gleiche Auflösung von 8 MP, ist aber mit 4,80×3,60 mm einen Tick größer als der des 5ers, was der IQ sehr zugute kommt. Ich bin überrascht  😆

Anbei ein kleines Beispiel. Ich habe es lediglich direkt aus dem Telefon in den LR6 importiert, was ich immer mache, um zu schauen ob das Bild wenigstens scharf ist, und dann ohne etwas daran zu machen direkt wieder exportiert, ooC sozusagen. Lightroom hat übrigens ein eigenes Profil für das iPhone.

Die Daten: f 2,2, ISO 40, 1/15 Sekunde, aus der Hand. Die Datei ist 3,4 MB groß.

Paulskirche iPhone 6+

In der Paulskirche zu Frankfurt/Main

 

Pixel peepen ist hier völlig sinnlos und Zeitverschwendung. Herrschaften, der Sensor ist halb so groß wie der Fingernagel meines kleinen Fingers. Ich hatte mal zur Übersicht die verschiedenen Sensorgrößen zum vergleichen auf Millimeterpapier aufgemalt. Der Bleistift muss schon richtig gut angespitzt sein, damit die Sensorfläche des iPhones überhaupt ordentlich sichtbar wird. Ich finde es einfach nur erstaunlich, was aus diesem kleinen Sensor und dem Bonsaiobjektiv davor herausgeholt wird. Schaut Euch nur mal die Fenster an.

Überhaupt das 6+. Dank des größeren Displays habe ich jetzt auch begonnen, Bilder direkt auf dem iPhone zu bearbeiten bevor ich sie z.B. in Facebook oder Whatsapp packe: wie Ihr ja inzwischen wisst 😉 , bin ich ausgewiesener Schwarz-Weiß-Anhänger und es gibt tolle Apps. Mein derzeitiger Favorit ist „Perfect B&W“ von onOne, von denen ich auch ein paar LR-PlugIns habe. It’s fun  :mrgreen: , und die Kompakte bleibt zuhause.

Kein GAS *): iPhone 6 plus

*) Gear Aquisition Syndrom

Nein, natürlich nicht! Ich brauche wirklich kein iPhone 6, und dann noch das große „plus“ mit völlig unnötigen 64 GB. So predigt es die Vernunft, aber das Limbische System, das gut geschützt, tief in unserem Kopf angesiedelt ist, sagt was ganz anderes, und die „Halt!“-Rufe der Vernunft (die irgendwo anders angesiedelt ist) verhallen wirkungslos.

Ok, die Vorgeschichte. Mein 2 Jahresvertrag mit dem 5er läuft Mitte Januar aus. Katastrophale Bedingungen, daher rechtzeitig gekündigt und dann freudige Suche nach Alternativen, und – zunächst theoretisch – auch fündig geworden, zusammen mit dem 6er plus, also einem nach aktuellem Sprachgebrauch „Phablet“. Ein iPhone musste es sein; alles andere ist indiskutabel :mrgreen: . Geniale Konditionen aufgetan, aber…. ich habe doch ein wunderbar funktionierendes 5er. Dann glücklicherweise ein Ereignis, das mir den finalen Rechtfertigungsausweis ggü. der Vernunft brachte: meine Tochter hat ihr 4S ruiniert, genau genommen den Lautsprecher oben im Gehäuse. Aggressive Reinigungsflüssigkeiten verträgt er nicht und so verstummte er gänzlich. Ganz schlecht zum Telefonieren. Also….ich hätte da gegebenenfalls ein funktionierendes 5er zu vererben….? Für die beste Tochter von allen….? Das überzeugte mein Finanzministerium und rechtzeitig zu Weihnachten trudelte das 6er ein.

iPhone 5 vs 6+

Ich hatte es mir im Apple-Store schon angesehen und fand es gar nicht soooo riesig. Es passt nach wie vor in meine Hemd- und andere Taschen und ich bin inzwischen großer Fan des großen Displays. Bei gleicher Anzeigegröße passt eine ganze Reihe Apps-Symbole mehr auf eine Seite, Bilder und Videos werden ansehnlicher. Die Auflösung ist großartig. Der Umstieg vom 5er ging per iTunes auf einem Mac-Mini völlig problemlos. Backup des 5er erstellen, 5er Backup aufs 6er aufspielen, Abwarten bis sich alle Apps wieder eingerüttelt haben, dann Feintuning. Das hat keine Stunde gedauert. So haben wir übrigens auch Töchterchens 4S reibungslos auf das 5er transportiert. Das hat Apple schon raus.

Fazit nach einer Woche: das große Display möchte ich nicht mehr missen. Der Akku hält so wie ich das Smartphone nutze rund 30% länger. Das ist bei mir ein ganzer Tag 🙄 . Die rückseitige Kamera hat dank des etwas größeren Sensors bei gleicher Auflösung deutlich an Dynamik zugelegt, das Rauschen hat sich bei weniger Licht signifikant verringert. Mein geliebter DxO OpticsPro kennt das 6+, ebenso wie der Lightroom, der fertige Profile anbietet. Im Photobuch sind die Unterschiede zu „richtigen“ Kameras bei gutem Licht nicht mehr sichtbar. Das iPhone ist als Photoapparat angekommen. Meine Kompaktkameras haben nun endgültig ausgedient. Dank des 64 GB Speichers kann ich auch den iPod im Auto in Rente schicken. Meine ganze Musik passt ins 6er. Warum das 6er über das 5er? Größeres Display, schnellere interne Verarbeitung, längere Akkulaufzeit, leistungsfähigere Kamera, und es macht viel mehr Spaß!

„Da Capo“ auf dem Alten Flugplatz („Fino“ ist offen)

Ich gebe zu, ich bin ein Wiederholungstäter. Der Alte Flugplatz im Arboretum zwischen Eschborn und Sulzbach hat es mir angetan, und ich war schon öfters dort. Jedoch, man/frau dürfen da nicht einfach reinmarschieren. Ich hatte das mal blauäugig probiert und wurde prompt höflich aber bestimmt wieder rauskomplimentiert, was die ganze Sache natürlich nur umso spannender macht. Es gibt zur Abwehr unerwünschter Zeitgenossen einen Zaun drumherum, und es dürfen auch nur THW, Feuerwehr und ähnliche Organisationen auf das Gelände, um dort zu Übungszwecken Autos anzuzünden oder Puppen in nachgebaute Hochspannungsleitungen zu drapieren. Aber das Gelände drumherum ist wild, und du musst nur geduldig am Zaun entlangtigern bis du ein Loch gefunden hast. Sie werden immer mal wieder vergeblich gestopft, aber ich kenne alle Durchgänge.

Der Alte Flughafen ist ein echter „Lost Place“. Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb 2010 dazu:

„Der Militärflughafen, den die Deutschen Ende der 1930er Jahren unter dem Tarnnamen „Schafweide“ errichteten, bestand zunächst nur aus einer großen Wiesenfläche und wenigen Baracken. Er diente der Reichsluftwaffe zur Ausbildung an Lastenseglern. Das sind lautlose Flieger, die Segelflugzeugen ähneln. 1945 fiel der Flughafen unter die Kontrolle der Alliierten – ein Jahr zuvor hatte es einen schweren Bombenangriff mit 65 B-17-Bombern gegeben. Die Amerikaner richteten mit Hilfe von 1000 deutschen Kriegsgefangenen den Flughafen wieder her und ließen unter anderem eine 1600 Meter lange Start- und Landebahn anlegen. Unter US-Kommando war er anfänglich der einzige noch benutzbare Flughafen im Rhein-Main-Gebiet. Bis Kriegsende wurden von dort amerikanische Angriffe auf Süddeutschland geflogen. Außerdem nutzte ihn der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte, General Dwight D. Eisenhower, der in Kronberg residierte, zum Starten und Landen.“

Hier ein paar Bilder als Appetizer. Alle Bilder mit der Sony A7. Mehr dazu findet Ihr hier.

Finster

Mein Lieblingsbild

 

Eis auf dem Feldberg/Taunus

Er hatte eine weiße Spitze und die Sonne schien: der Feldberg/Ts. Also ideal zum Photografieren. Mit Mütze, Handschuhen und der Sony A7 bewaffnet los. Aber ich durfte nicht bis ganz nach oben, wegen Eisbruchgefahr. Das galt natürlich nur für Autos 😉 und so bin ich losmarschiert. Da es bis zum Plateau ganz oben doch ein paar Kilometer sind, waren nicht soviele unterwegs. Ich habe mir eine kalte Nase geholt, ansonsten war es großartig. Bilder gibts hier.

Leicas Leitz Park zu Wetzlar

Anlässlich der Leica-Erlebnistage 2014 habe ich den neuen Firmensitz der Leica Camera AG im Leitz Park Wetzlar besucht. Architektonisch sehr speziell, soll das Gebäude an das Design von Bauteilen der Leicas erinnern. Eröffnet im Februar, beheimatet das Gebäude neben Verwaltung und Fertigung auch – öffentlich zugängig – ein Museum, wechselnde Ausstellungen und ein Rundgang mit Einblicken in die Produktion. Zudem gibt es einen großen Leica Store, der alles feilbietet, was Leica so zu verkaufen hat.

An dem Tag gab es Führungen; wir hatten einen Guide direkt aus der Objektivfertigung. Also keinen „angelernten“, sondern jemanden, dem die Begeisterung deutlich anzusehen und -hören war, und der uns mit Informationen versorgte, die man bei einer Standardführung sicherlich nicht bekommen hätte. Großes Kino. Sehr beeindruckend und ich werde sicher wieder hinfahren.

Ach ja, die Bilder stammen nicht aus meiner Leica, sondern wurden mit ihr  😆 gemacht.

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