Warum die Leica M Monochrom für mich nichts ist

Seit nunmehr über 2 Jahren fotografiere ich begeistert mit einer M9. Fast alle der Leicabilder werden schlussendlich schwarz-weiß. Mit Silver Efex bekomme ich eigentlich immer den Bildausdruck hin, den ich gerne möchte. Als die MM angekündigt wurde, sah ich meine M9 bereits in der Bucht und mich am Sparen. Wow, ein Sensor ohne jegliche Befilterung, Sensor-pur sozusagen. Ich habe mir aus dem Netz ein paar DNGs geholt und hatte die Gelegenheit, eigene Bilder zu machen. Man las ja immer wieder von flauen Ergebnissen, aber exzellenter Auflösung, Schärfe und Dynamik. Und in der Tat, technisch sind die Bilder erste Sahne, und das mit den flauen Bildern ist ruckzuck etwa in Lightroom behoben.

Was mir doch weit mehr als gedacht fehlt ist, dass die MM-Bilder ja keinerlei Farbinfomationen haben. Ich hatte gehofft, auch so zu meinen Wunschergebnissen zu kommen. Das hat bis jetzt nicht geklappt. Softwaren wie Silver Efex (liegt der MM bei) kommen mit einem Großteil ihrer Funktionalität gar nicht mehr zum Zuge. Mal so eben mit dem Farbregler den Himmel nachdunkeln und die Wolken hervorheben ist nicht mehr.  Und Farbfiler sind für meine Schwarz-Weiß-Bilder die wichtigsten Stellgrößen. Dafür müssten nun wieder Farbfilter vor das Objektiv geschraubt werden. Nein, danke. Ich bleibe bei meiner M9.