Kit-Test: Olympus 45/1,8 an der alten, neuen, roten Lumix GF3

Ich hatte mir die kleine Lumix für 99 Euronen in der Bucht geschossen, um sie als Kit mit meinem Olympus 45/1,8er zu verheiraten.

Lumix GF3Damit bin ich heute bei Sonnenschein losgezogen. Die GF3 hat ja „nur“ 12 MP auf dem MFT-Sensor, und die Ergebnisse sind selbst bei offener Blende zusammen mit dem wirklich guten Objektiv erste Sahne.

 

 

Schattentreppe Schloss Zaunast Wolle Blatt Wuerstchen Weg Sitze 1 Sitze 2 Sitze 3 Handschuh Zwillinge

Mein kleiner Luxus: eigene Kamera-Kits

Ich wollte das immer schon mal haben: eine, und nur eine, tragbare Tasche (also z.B. für schmerzfreie 9 Stunden durch Paris) voll mit Kameras und meine Lieblingsobjektive vorne drauf. Also kein Umstecken mehr. Wenn ich eine bestimmte Brennweite möchte, dann greife ich einfach nach der entsprechend bestückten Kamera. Dass dies ein effizientes Akkumanagement erfordert, und ich nachher Diskjockey spielen muss mit den vielen einzelnen Speicherkarten lasse ich mal weg. Thom Hogan hatte schon geschrieben: „(…) we tend to collect lenses over time and build shooting kits and are looking at all the parameters and our shooting habits (…). Statt des (nicht existierenden) Hyperzooms mit 7-300 mm, nehme ich mir meine Favoriten und jeweils eine Kamera dazu 😆 Individuelle Kits zu bauen ist natürlich a) eine Frage des Volumens/Gewichts. Drei oder vier D810 mit Objektiven (*ironie*) brechen einem irgendwann das Schlüsselbein. Und natürlich b) eine Frage der Kosten, bzw. der Einschätzung dessen, was einem die Geschichte wert ist.

Ich habe bzgl. a) und b) den für mich schönsten Weg gefunden.

Lumix_Kit_1Kleine leichte Panasonic Lumixen. Alle so groß wie Kompakte, aber mit großem MFT-Sensor. Es sind 3x GF3 in schwarz, braun und rot und einmal GF5. Alle in den vergangenen Monaten gebraucht auf Börsen und in der Bucht geschossen und keine teurer als 99 Euro. Zu den Kameras hatte ich hier schon geschrieben, also brauchen wir uns hier um so nebensächliche Dinge wie Bildqualität, Geschwindigkeit und Rauschen nicht weiter zu beschäftigen. Das passt. Die Objektive hatte ich schon alle und so sind nun jeweils vorne drauf das Fisheye von Samyang, dann das 20 mm von Panasonic, das 45 mm von Olympus und – tja nicht ganz konsequent – das 14-42 mm von Panasonic. Statt letzterem wäre es eigentlich – für das konsequentere Portfolio – das 75/1,8 von Olympus, das jedoch in einer nicht mal so eben erreichbaren Preisliga boxt.

Lumix_Kit_3Und nun die Tasche. Eine alte Tamrac-Umhängetasche. Schön gebraucht und unauffällig. Insofern nicht ganz ideal, als der Deckel zum Körper hin geöffnet wird. Also ein Projekt für die nächste Börse  😉

Die rote GF3 habe ich heute bekommen und somit gibt es morgen einiges auszuprobieren.

 

 

Der Adapter – Des Adapters – Dem Adapter – Den Adapter *)

*) Duden: Wortart: Substantiv, maskulin / Gebrauch: Technik / Bedeutung: Zusatz- oder Verbindungsteil, das den Anschluss eines Gerätes oder Geräteteils an ein Hauptgerät oder an den elektrischen Strom ermöglicht / Herkunft: lateinisch: adaptare=anpassen

Wovon ich rede? Wir hatten auf unserem letzten Photostammtisch in Heidelberg darüber philosophiert, dass Sophie (guckst du hier: http://www.pixelsophie.de/ ) begeistert alte M42-Gläser an Ihre EOS schraubt. Und da ist mir eingefallen, dass ich ja auch einen vernachlässigten Adapter zuhause liegen habe: Canon FD an MFT. Aus meinen FD-Zeiten vor über 30 Jahren habe ich noch ein paar Klassiker hier: 20, 24, 28, 35, 50, 85 und 135mm. Vom Stammtischgespräch motiviert, habe ich den Adapter (der teure von  Novoflex) heute Nachmittag mal ausgebuddelt und ein paar Objektive an meine 3 Jahre alte Panansonic Lumix GF3 adaptiert. Mit dem 135er sieht das dann zum Beispiel so aus:

140510_GF3_Canon_an_MFT_2_si8b8_001 140510_GF3_Canon_an_MFT_1_si8b8_001

Der Adapter ist „dumm“; Objektiv und Kamera reden nicht miteinander. Ich musste der kleinen Lumix sagen, dass sie auch ohne Objektiv auslösen soll. Und dann geht es mit Arbeitsblende weiter, was kein Problem ist, da das Display das Belichtungsergebnis anzeigt. Du musst die alten Herrschaften schon ein gutes Stück abblenden, sonst gibt es Matsch. So ab 5,6 gibt es scharfe Bilder, wobei es keine Schärfe ist, wie sie ein aktuelles Objektiv bringt. Die Bilder haben eine ganz eigene, „analoge“ Anmutung, keine harte Kantenschärfe, dafür richtig schön fluffig, atmosphärisch und das mag ich sehr. Mit dem Scharfstellen gab es keine Probleme. Abgeblendet auf 5,6 oder mehr kompensiert die Schärfentiefe des kleinen Sensors fast alles. Ich werde mal ein paar Beispiele in meine Fotokiste packen, sofern das auf dem Bildschirm auch sichtbar ist.

Ab 50mm wird’s mühsam. Das sind 100mm an der MFT und die Lumix kennt keinen Stabi. Das machen normalerweise die Lumixobjektive. Ich habe beim 50er min. eine 250tel gebraucht; darunter lief gar nichts. Das 135er ist noch heikler. Das ergibt ein 270er und da musste ich mit den ISO schon kräftig hoch, um mit einer 5,6 oder sogar 8 eine ausreichend kurze Zeit realisieren zu können. Unterhalb einer gewissen Helligkeit bleibt nur das Stativ.

Das führt natürlich zu der Überlegung, ob das nicht zu einem Revival meiner alten Schätzchen führen könnte. Da gibt es noch diverse Nikkore, Zuikos, Pentax‘ und nicht zu vergessen zwei Leica „R“. Ideal ist hierfür die Sony A7…oje….