Meine photokina 2016

Ich bin nun schon lange eiserner photokinabesucher, und dieses Jahr durfte ich ja wieder mit Presseausweis hinein. Normalerweise fiebere ich schon Wochen vorher auf den Termin hin, aber dieses Jahr war es anders. Keine Vorfreude, keine Spannung. Ich habe es nicht verstanden, bis ich nach meinem Messetag gestern Abend im Auto auf der Heimfahrt saß und den Tag Revue passieren ließ.

Ich fand es einfach unspannend.

Das liegt nun nicht daran, dass man – noch mehr als in der Vergangenheit – schon wusste, was einen erwartet. Nein, es gab einfach keine Knaller. Klar ist Fujis Vorstoß ins digitale Mittelformat ein Highlight, genauso wie Hasselblads mittelformatige Spiegellose. Nur interessiert mich das halt weniger. Dafür gab es auffallenderweise Unmengen an Taschen-, Licht- und Stativausstellern. Unglaublich viele. Gerade was Stative anbelangt: wenn du mal an einer Kreuzung stehen geblieben bist, und an allen 4 Ecken waren Stative ausgestellt, waren sie alle schwarz und ein/dreibeinig und unterschiedlich hoch, was halt Stative so ausmacht. Da gibt es eben nur eine begrenzte Vielfalt, aber…wie machen das diese vielen Firmen, die mit dem gleichen Produkt konkurrieren? Bei den Lampen ist es ähnlich. Bei Taschen ist die Vielfalt dann doch deutlich höher, und da habe ich auch genauer hingeschaut, weil ich immer noch „meine“ Tasche suche, die ich aber wieder nicht gefunden habe.

Ich hatte natürlich all‘ die neuen Kameras in der Hand… und fand es langweilig. Natürlich mag es jemanden beeindrucken, dass man die Pentax K1 am Display festhalten und herumwackeln kann, oder dass Sonys neue A99II jetzt auch 42 MP hat wie ihre Schwester A7r, oder die Olys und Panas schnelleres 4k und auch ein paar MP mehr haben wie Canons neue 5D nun auch. Aber: just another camera. Zweifelsohne sind das alles exzellente Kameras, die sich aber kaum noch voneinander unterscheiden und fast schon beliebig austauschbar sind, und eine schlechte Kamera gibt es heute bei den etablierten Herstellern nicht mehr. Ach ja, die überflüssigste Kamera? Canons spiegellose M5. Das ist ein neues System mit neuem Anschluss; Canons DSLR-Gläser innerhalb der Familie passen nur per Adapter. Dafür werden 1200 Euronen aufgerufen. Hallo? Da haben andere Mütter aber deutlich attraktivere Töchter. Da musst du etwa nur mal bei Fuji vorbeischauen (bin ja insgeheim ein stiller Fan von Fuji). Mein „Haben-Will-Gen“ jedenfalls, sonst ein untrüglicher Hinweis auf spannende Sachen, hat bei Kameras komplett geruht. Es hat nur bei Objektiven ein paar mal ein Augenlid angehoben, als mein limbisches System die E-Mount Voightländer 15 und 10mm erspechtete, oder alle Zeiss‘ Batis an der Sony A7, oder Sigmas neues 12-24mm Art für Vollformat. Ich war auch gespannt auf Samyangs AF-Festbrennweiten für die Sony. Leider hatte die drangesteckte A7 erhebliche Probleme überzeugend den Fokus zu finden, oder es war das Objektiv. Egal, auf jeden Fall hörte sich das nach harter Arbeit an und hat (zu) lange gedauert.

Ich schaue ja gerne bei den „Kleinen“ vorbei. Die hausen in einer der weißen Standardausstellerboxen mit Holzboden, einem Stuhl, einem Tisch, darauf zwei Blitzgeräte, daneben ein Stapel Prospekte in chinesisch oder koreanisch oder japanisch (ich kann das nicht unterscheiden), daneben Businesskarten, eine Flasche Wasser und eine Tupperbox voller Nudeln und ein strahlender Anbieter. Du hast nur kurz Augenkontakt mit einem der Blitze und schon wirst du mit einer Verbeugung angesprochen. Ich wünsche euch wirklich viel Erfolg.

Da ich die Hardware schon früh abgehakt hatte, habe ich mich den Bildern gewidmet. Jede der großen Kamerafirmen hatte ihre Bildergalerie. Großformatige Photos, gemacht von einem wohl bekannten Photografen und natürlich mit einer Kamera des jeweiligen Herstellers. Großformatig heißt, dass die kurze Kante mindestens 1m oder so hatte. Darüber, ob das jetzt tolle Bilder waren kann man sich streiten; die tollsten gab’s bei Leica. Darum geht’s mir jetzt auch gar nicht. Alle Photos waren natürlich technisch astrein, insbesondere was Schärfe und optische Auflösung anbelangt. Und zwar – und jetzt kommt’s – egal ob mit einem Vollformat- oder APS-C- oder MFT-Sensor aufgenommen. Du könntest Bilder etwa einer A7r, einer D500 und einer Oly M1 nebeneinander hängen und du würdest keinen Unterschied sehen. Es gibt jetzt dafür zwei Erklärungsmöglichkeiten. Erstens, es wurde gemogelt, oder aber – und das gefällt mir viel besser – zweitens, die Kameras liegen bildqualitativ alle gleich auf! Die Unterschiede reduzieren sich heutzutage ausschließlich auf die jeweiligen, eben nicht weg zu bringenden physikalischen Grenzen, die sich aus der unterschiedlich großen Sensorfläche und der Pixeldichte ergeben. Es hat hier im Netz jemand geschrieben, dass der Unterschied zwischen den „größeren“ Sensorsystemen „eine Blende“ ist. Um die gleiche Schärfentiefe wie bei Vollformat zu erhalten (bei gleichem Bildwinkel), muss bei APS-C um eine, bei MFT um zwei Blenden aufgeblendet werden (das ergibt sich aus dem Cropfaktor). Das Rauschen eines MFT-Sensors bei 1600 ASA entspricht in etwa dem eines APS-C-Sensors bei 3200 ASA und in etwa dem eines Vollformatsensors bei 6400 ASA. Der Rest ist Software. Ein schöner Gedanke.

Mein Fazit: es war schön, dass ich den ganzen Kram mal in die Finger bekommen konnte. Das wird ja im wahren Leben immer schwieriger. Fotoläden mit umfangreichem Sortiment findest du ja kaum noch, und es werden immer weniger. Wir haben hier im Rhein-Maingebiet ein oder zwei, und die Voightländerobjekitve etwa hat hier keiner in der Vitrine. Prima waren auch ein paar Diskussionen, für die es an manchen Ständen noch Zeit und Interesse gab. Besonders aufgeschlossen waren wie vor 2 Jahren auch die Leute von DxO. Ich glaube einfach, die Zeit der Knaller ist vorbei. Die Anzahl der Varianten ist begrenzt, und jeder Hersteller beherrscht sie. Die Ausrüstung wird einheitlicher und die Unterschiede unschärfer. Ich hatte eigentlich vor, ein zweites Mal diese Woche hinzufahren. Aber das werde ich lassen.

Ein paar Bilder gibt es hier:

Check Objekitvlinie bei Zeiss Canon caputt file ins Wasser auf der KameramessePauseevo to revoaus der Leicagallerie

Voila: mit dem Sony Fuffzger in Frankfurt

Ich habe nur das Fuffzger an der A7II mitgenommen, um es mal richtig auszuprobieren, und habe meine Lieblingslocations besucht: Frankfurt zwischen Roßmarkt, Römer und dem Eisernen Steg. Motive zuhauf und die Ergebnisse natürlich in geliebtem Schwarz-weiß. Fazit: 50mm wird mein Ding.

160619_Rossmarkt 160619_Roemer 160619_Paulskirche 160619_Liebfrauenkirche 160619_Goetheplatz 160619_Eiserner_Steg

Ein Fuffzger gehört in jede Tasche: Sony 50mm 1,8 FE

Ein Fuffzger gehört in jede Tasche.

Da ich auf ein bezahlbares 50er mit AF gewartet habe, das direkt (ohne Adapter) an die A7 passt, weil mir das Zeiss 55er trotz der überschwänglich guten Kritik einfach zu teuer ist, habe ich mir das lange angekündigte FE 50er jetzt direkt geschossen. Das ist mit knapp 300 Euronen auch deutlich erschwinglich(er).Sony FE 50 /1

Ich habe natürlich nach Äußerungen zu diesem Objektiv im Netz geschaut. Sie reichen von „naja“ bis „boah ey“ und das hilft einem – wie in vielen anderen Fällen auch – nicht wirklich weiter, also habe ich es einfach geholt. Was ich bekommen habe ist ein leichtes, skalenloses Objektiv von der Größe eines normalen Fuffzgers mit Metallbajonett und Sonnenblende. Letztere hat mich überrascht, weil Sony FE 50 /1sie im Lieferumfang nicht angegeben war und ich daher schon aus meinem Fundus eine der schön nostalgischen Gummisonnenblenden bereit gelegt hatte. Die finde ich immer noch sehr schick. Vor allem können sie in der Tasche drauf bleiben, weil sie keinen Platz wegnehmen.

Ich habe das Objektiv ausprobiert und finde es prima. Ich bewerte nur nach meinem optischen Eindruck am 27er Bildschirm, ich messe also nichts. Ich fotografiere auch keine weißen Wände, um Vignettierungen zu erkennen. Die Darstellung am Schirm reicht.  Schärfe ist klasse, „offen“ etwas weicher (aber nur, wenn du weißt, dass das offene Blende ist) als bei 2,8, was mir für meine Hochzeiten nur zugute kommt. Wenn’s mich stört, gehe ich in Lightroom mit der „Klarheit“ einen oder zwei Ticks hoch und schon passt es. Es dunkelt offen in den Ecken ein bisschen ab, was aber nur bei homogenen Flächen (bei mir Himmel) sichtbar ist und auch mit Lightroom o.ä. locker korrigiert werden kann. Die AF-Geschwindigkeit geht völlig in Ordnung. Sie ist gefühlt nicht langsamer als bei anderen Objektiven. Ich bin zufrieden, und somit passt in die preisliche Lücke zum 55er vielleicht das 28er….?

„Nur“ 12 MP in der Four-Third-Oly oder Auflösung wird kolossal überschätzt

Es hat aufgehört zu regnen, die Temperaturen bewegen sich im positiven Bereich und es herrscht eine neblig-düstere Stimmung draußen. Das sind genau die Randbedingungen, die ich mir gewünscht habe, um mal wieder dem Freilichtmuseum Hessenpark (guckst du hier: Hessenparkeinen längst fälligen Besuch abzustatten. Das letzte Mal war ich vor 6 Jahren dort, damals mit der Fuji S5, die ja die Nikon D200 im Bauch hatte. Sonntagmorgen um zehn, dann noch gemischtes Wetter, eigentlich müsste ich den Hessenpark für mich alleine haben. Die aktuellen Bilder sind hier.

Oly E-5 mit Zuiko 7-14mm

Ich wollte nur mit einem Objektiv los und das mit kräftigem Weitwinkel, und da kam mir meine 2011er Olympus E5 in den Sinn, zusammen mit dem tollen Zuiko 7-14mm f/4. Das gute Stück ist eine normale DSLR mit 12 MP auf dem Four-Third-Sensor, ist dafür ziemlich groß, mit dem Batteriepack (wegen des Hochformatauslösers) sowieso, und das Objektiv ist auch nicht gerade zierlich. Gehäuse und Objektiv sind wassergeschützt, sollte also wider Erwarten doch noch der Regen kommen, sind die Kamera und ich gewappnet.

Nach all den Spiegellosen, mit denen ich in den vergangenen Monaten umgegangen bin, habe ich hier ein mächtiges Stück Digitalkamera in der Hand, mit „nur“ 12 MP, einem vergleichsweise sehr trägen Live-View, dafür aber ein in alle Richtungen dreh- und schwenkbares Display.

Warum schreibe ich diesen Post?

Die Überschrift deutet es mit dem „nur“ bereits an. Ich versuche, mir seit einiger Zeit ein eigenes Bild davon zu machen, wie wichtig oder sogar entscheidend die Auflösung des Sensors ist. Derzeit pendelt sich „Hochprozentiges“ bei Vollformat bei 36, vereinzelt 50MP ein, bei APS bei 24 MP und bei MFT und auch schon den 1-Zöllern bei 20MP. Die kleineren Sensoren lasse ich mal weg. Bis auf die 50MP konnte ich zu den genannten Sensoren/Auflösungen Ergebnisse auf dem 27 Zoll Bildschirm begutachten. Und dazu natürlich meine 12MPixler Oly E5. Begutachtung am Bildschirm, nicht ausgedruckt. Dann müsste ich auf mehr als A2 gehen, um vielleicht einen Unterschied sehen zu können. Zu teuer und sooo wichtig ist es dann nun auch nicht. Im Vorbeigehen waren die Fortschritte beim Rauschen bei den (M)FT-Sensoren am deutlichsten sichtbar. Da kommt die Oly ab ISO 800 nicht mehr mit. Auf der anderen Seite sehe ich auch, dass sich das Rauschverhalten der Sensoren aller größeren Formate in den hohen ISO immer mehr annähert. Da die physikalischen Gegebenheiten der Sensoren zum Thema Rauschen nicht beseitigt werden können, wird also die Software immer besser, was ja nicht schlimm ist. Aber zurück zur Auflösung. Meine D800 hatte 36MP, meine aktuelle Sony 24MP und die Oly 12MP. Bei den FF-Bildern sehe ich am 27 Zöller-Schirm formatfüllend keinen Unterschied, auch beim Reinzoomen nicht. Hängt natürlich auch vom Objektiv ab, aber ich denke doch, dass das Sigma 35mm „Art“ die Grenzen eines 36er bzw 24er Sensors gut darstellen kann. Die Oly mit einer nur halb so großen Auflösung hat mich überrascht. Ich hatte eigentlich noch nie Kamerabilder verschiedener Kameras technisch verglichen, weil es eigentlich Blödsinn ist und die Ausgangsbedingungen zu unterschiedlich waren. Hier habe ich doch mal im Archiv nach 36 und 24MP Bildern mit vergleichbaren Voraussetzungen gekramt und die Bilder nebeneinander gehalten.

  • Die 36MP haben für mich keinen verwertbaren Vorteil ggü. den 24MP
  • Am Bildschirm kann man die Oly-Bilder nur identifizieren, wenn man weiß, welche Kameras mitspielen
  • Erst unrealistisches Reinzoomen macht Unterschiede sichtbar

Meine letzte Hochzeit habe ich mit der Sony A7II und der Lumix FZ1000 fotografiert, und die Bilder bedenkenlos vermischt. Da sieht keiner die Unterschiede. Ich überlege ernsthaft, die nächste Hochzeit mit der Oly anzugehen. Da habe ich die beiden Sahnestückchen 7-14mm und 12-60mm. Solange ich nicht über 800 ASA muss geht das sicherlich prima.

Alte Schätzchen oder Adapter Teil IV

Wie Ihr ja inzwischen wisst, bin ich derzeit auf dem alte-Objektive-an aktueller-Kamera-Trip. Nach den Canon FDs aus den 70ern (Adapter Teil III) präsentiere ich Euch heute das 90mm f/2,8 Elmarit Serie 1 Leica R von 1963 an der Sony A7II; es ist ein „R“, kein „M“.

Elmarit R 90mm an Sony A7II

Leica hatte ja auch erfolgreich (jedenfalls zu Filmzeiten) Spiegelreflexkameras Typ Leica R („R“ wie Reflex) gebaut. Diese Linse hatte ich anno dunnemals auf einer Börse an einer Leica R3 geschossen. Das guter Stück ist aus dem Vollen gefräste, massive Feinmechanik, mächtig groß, wiegt knapp unterhalb einer Tonne und hat eine fest eingebaute Teleskopsonnenblende, die sich imponierend weit ausfahren lässt. Zusammen mit dem Adapter (nicht den sündhaft teuren von Novoflex, sondern absolut ausreichend einen in mittlerer Preis und Güte von 40 Euronen) eine göttliche Kombo, die das 85er FD und das 85er Nikkor locker in die Tasche steckt. Ok, mit offen 2,8 gegenüber den 1,8ern mit einer Blende leicht im Vorteil, aber dafür schon offen scharf bis in alle Ecken und nicht so weich, dass ich die „Struktur“ in Lightroom bemühen müsste. Mein klarer kleines-manuelles-Tele-Favorit an der Sony.

swirling Bokeh

Und überraschend, erst am Bildschirm sichtbar, das „swirling“ Bokeh, der sich scheinbar drehende Hintergrund. Puh, da wird einem fast schwindelig  🙄 Ob Leica das weiß?

Hey, Sophie http://www.pixelsophie.de das wäre was für Dich als Bokehfan  😉

herbstliche Farbengleicher Standort Igleicher Standort IIVerschlusssacheBlätterbündel Schilfgriffe  Auftrieb

 

Alte Schätzchen oder Adapter Teil III

Wie schon beschrieben, eignet sich Sonys A7 großartig, per Adapter alte Gläser dranzuhängen.

151017_Q_Sony_FD_35_85_02Tief in meiner schon fast vergessenen Canon FD-Tasche verborgen liegen zwei zu ihrer Zeit außerordentliche Objektive: FD 35mm f/2 S.S.C von 1976 und das FD 85mm f/1,8 S.S.C von 1974, beides „alte“ FDs mit dem Chromring. Der nicht sichtbare Adapter ist einer der teuren, guten von Novoflex. Zu beachten ist, dass der Mitnehmerstift des Adapters beim Ansetzen des Objektivs so hinter den Blendenhebel am Objektiv zu platzieren ist, dass das FD mit Arbeitsblende arbeiten kann.

Ich wollte mal sehen, wie sich beide bei natürlich offener Blende schlagen, und wie sich der unscharfe Hintergrund (neudeutsch aus dem Japanischen: das „Bokeh“) darstellt.

Seht selbst. Ich finde die Ergebnisse sehr ansprechend. Ich musste ein klein bisschen nachhelfen, denn beide Objektive sind offen weich und eigentlich schön fluffig, was ja schon passend sein kann, aber hier habe ich die „Klarheit“ in Lightroom ein klein wenig nach rechts geschoben. Das 35er vignetiert bei offener Blende, was sich in Lightroom locker bereinigen lässt. Fokussieren war kein Problem. Die Lupe (liegt bei mir auf C2) hilft da schon sehr. Besonders beim 85er ist es jedoch wichtig, die Intensität des Fokuspeakings der Sony auf mittel oder sogar niedrig zu stellen. Je intensiver eingestellt, desto mehr Kantenhervorhebungen (oje) erscheinen und umso weniger ist sichtbar, wo nun eigentlich die Schärfenebene liegt, und ich hatte unscharfe Bilder.

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Opels und andere Klassiker

Ich war heute bei strahlendem Sonnenschein auf dem 2015er Klassikertreffen in den Opelvillen zu Rüsselsheim. Traditionell für Opels allen Alters, aber es haben sich inzwischen auch Fremdmarken (z.B. die Raubkatze *grins*) und Zweiräder (Opel hatte auch welche) dazwischen gemischt. Sie werden erfreut geduldet; es erhöht die Vielfalt deutlich. Standard ist ein ordentlich zugeschnittenes Pappstück unter der Ölwanne, um den Rasen nicht zu ruinieren. Die meisten der Fahrzeuge habe ich noch live im Alltag erlebt. Déjà-Vues sozusagen. Gegen die Kadett B habe ich mit meinem „Sparkäfer“ und tobenden 34 Pferden damals immer verloren. Die waren einfach leichter und natürlich auch ein bisschen kräftiger.
Hier ein paar Eindrücke. Alles mit Sony A7II, Kit 28-70mm, Lightroom 6 und die s/w natürlich in Silver Efex Pro.

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Der Stabi der Sony A7 II er lebe hoch

Seit ich mir die Sony A7 II geholt habe, könnte sie hier meine Favoritenkombination werden; vorne dran hängt das 85/1,4 von Walimex.

150525_A7II_SlB8Wie Ihr wisst, hat das Wali keinen Autofokus, nicht ein Fitzelchen Elektronik und auch keinen Stabi, aber die 2er Sony hat jetzt einen 😀 und ich brauche mir um die Belichtungszeit kaum noch Gedanken zu machen. Und es funktioniert wirklich. Genau das Richtige für meine alten Gläser.

Also habe ich der Kamera erzählt, dass sie eigentlich kein Objektiv hat, habe die Lupe auf C2 gelegt (da komme ich mit meinem Zeigefinger besser dran), Fokuspeaking auf gelb, das ich am besten sehe, Kamera auf M, die ISO-Automatik auf max. 400 ISO eingestellt und das Objektiv bei offener Blende eingerastet. Ok, ist schon richtig, dass bei offener Blende und bis zu ISO 400 der Stabi nicht sonderlich gefordert wird. Aber meine persönliche Verwackelerfahrung mit diesem 85er an der Vorgänger-A7 ist, dass ich min. eine 1/250 brauchte, um auf akzeptabel scharfe Bilder zu kommen. Hier sind einige so zwischen 1/100 und 1/200, und es ist keine einzige verwackelt. Und ich kann mit den ISO weiter unten bleiben. Einfach beruhigend.

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3 Generationen Handbelichtungsmesser

Sie werden kaum noch benutzt, sitzen heute unauffällig, softwaregestützt und hochleistungsfähig in den Kameras und haben mich schon immer fasziniert. Auch deshalb, weil ich mich mit Belichtungsmessung recht intensiv auseinander setze und das Thema spannend finde. Ihr wisst, Ansel Adams‘ Zonensystem et al.

Belichtungsmesser sind – wer hätte das gedacht? – ein bisschen jünger als die Photografie selbst, aber auch nur ein bisschen. Schon im 19. Jh. wurde versucht, die damals laaaangen Belichtungszeiten in den Griff zu bekommen.

Belichtungsmesser GenerationenWas Ihr auf dem Bild seht, umfasst 60 Jahre Belichtungsmesserbau.    3 Generationen deshalb, weil wir 3 Messzellenkonzepte haben.

Die beiden ältesten sind die kleinen chromfarbenen links im Bild. Der kleinere von beiden ist ein Metraphot 2 von 1954. Er wurde in den Blitzschuh der Kamera geschoben und die Messergebnisse von Hand auf die Kamera übertragen. Das Drehrad oben drauf ist etwa so groß wie eine 5 DM-Münze. Der größere darüber ein Leicameter MC, das, obwohl Leica im Namen, wie der Metraphot von der Firma Metrawatt in Nürnberg gebaut wurde. Das Leicameter ist von 1955, wurde auf einer Leica M in den Blitzschuh geschoben und mit dem daneben liegenden Zeitwahlrad gekoppelt. Die Blende musste händisch aufs Objektiv übertragen werden. Beide haben eine Selenmesszelle. Die ersten Selenbelichtungsmesser stammen aus dem Beginn der 30er Jahre. Sie brauchen keine Batterie. Wenn Licht auf die Selenzelle fällt, fließt Strom, der ein Drehspulinstrument antreibt, an dem ein Zeiger hängt. Um möglichst viel Licht zu fangen, sind die Messzellen groß und füllen fast eine Fläche des Gerätes aus. Die Messung geht sehr laaaangsam und es dauert, bis sich der Zeiger mal in Bewegung setzt. Mit dunklen Motiven können sie nichts anfangen. Selenzellen altern, die beiden hier gehen aber noch. Sie saßen mal auf Leicas M2 und M3. Zum Blitzen mussten die Herrschaften den Blitzschuh räumen.

Die beiden fetten Teile in der Mitte sind Gossen Lunasix 3, reine externe Handbelichtungsmesser, die auch nirgends aufgesteckt werden. Der Profi hängt sie sich an einer Kordel um den Hals oder hat sie griffbereit in der Brusttasche verstaut 😉 . Der Lunasix war das Flaggschiff von Gossen (die es heute noch gibt) und kam 1960 als 1er Version auf den Markt. Die beiden 3er hier stammen aus dem Zeitraum 1966 bis 1970 und galten lange als das Maß der Dinge. Sie haben eine CdS-Messzelle (Cadmium-Sulfid). Sie braucht eine Batterie zum leben, ist dafür aber schön klein. Die Messungen gehen sehr schnell, und der Empfindlichkeitsbereich ist deutlich größer als bei Selen. Der Lunasix hat dafür 2 umschaltbare Messbereiche und verkraftet so auch dunkle Motive. Dafür brauchen Cds-Zellen Erholung, wenn sie mal unvorsichtigerweise durch direktes Reinschauen in die Sonne geblendet werden. Die Messzelle hat einen Blickwinkel von 30°: stellt Euch vor der Messöffnung einen Kegel mit diesem Öffnungswinkel vor. Durch Vorsätze konnte der Messwinkel verändert werden, bis hin zur Spotmessung von nur wenigen Grad. Am schwarzen Gerät erkennt Ihr die Kalotte, die für die Lichtmessung vor die Messöffnung geschoben wird. Die passende Bedienungsanleitung könnt Ihr übrigens immer noch als pdf bei Gossen runterladen. Sie ist lesenswert. Die beiden guten Stücke hier funktionieren noch prima, sind allerdings für die umwelttechnisch verbotenen Quecksilberknopfbatterien mit 1,35V ausgelegt. Es gibt erlaubte Generika, die s..teuer sind, oder über ein noch teureres Zwischenstück adaptierbare 1,5V Alkaliknöpfe.

Ganz rechts liegt aktuelle Ware: Gossen Digipro F. Das „F“ steht für „Flash“, d.h. Du kannst Blitzlichtmessungen machen, was bedeutet, dass er richtig schnell ist. Es gibt inzwischen einen F2, der aber nur eine feinere Blendenabstufung hat. Den Digipro nehme ich mit, wenn ich in Gebäuden photografiere. Diese hier sind nach der Messung des Digipro entstanden. Er hat als Messzelle eine moderne Silicium-Photodiode (sbc). Der Digipro ist ein Computer und vollgestopft mit Funktionalitäten und Messmethoden, mit denen ich mich mal beschäftigen sollte, nur um zu sehen, ob ich etwas daraus gebrauchen kann. Er ist blitzschnell (im wahrsten Sinne des Buchstaben „F“), digital anzeigend und deutlich robuster als die älteren, viel mechanischeren Familienmitglieder mit den Drehspulinstrumenten und Zeigern. Messwinkel auch 30°.

Tja, was mache ich damit? Eigentlich brauchen wohl nur noch Leute im Studio externe, also nicht in der Kamera verbaute und gekoppelte Belichtungsmesser. Ich benutze ihn gerne – wie schon oben erwähnt – wenn ich extreme Belichtungssituationen habe. Zum Beispiel in der Klosterkirche (da ist Stativ erlaubt) mit hohen Kontrasten, die durch helle Fenster und dunkle Ecken verursacht werden. Dann wähle ich auf dem Stativ meinen Ausschnitt und laufe mit meinem Gossen das Motiv ab, messe hier und da und entscheide mich für eine ISO/Blende/Zeit-Kombination. Oder ich experimentiere bei hohen Kontrasten und viel Spitzlichtern mit der Lichtmessung.

Mir macht das Spaß :mrgreen:  Das ist geruhsames, sehr bewusstes Photografieren.

 

 

 

 

Kit-Test: Olympus 45/1,8 an der alten, neuen, roten Lumix GF3

Ich hatte mir die kleine Lumix für 99 Euronen in der Bucht geschossen, um sie als Kit mit meinem Olympus 45/1,8er zu verheiraten.

Lumix GF3Damit bin ich heute bei Sonnenschein losgezogen. Die GF3 hat ja „nur“ 12 MP auf dem MFT-Sensor, und die Ergebnisse sind selbst bei offener Blende zusammen mit dem wirklich guten Objektiv erste Sahne.

 

 

Schattentreppe Schloss Zaunast Wolle Blatt Wuerstchen Weg Sitze 1 Sitze 2 Sitze 3 Handschuh Zwillinge