Lichtstärke f1.1

Lichtstärke f1,1. Da konnte ich nicht widerstehen und habe mir das für APS-C ausgelegte Kamlan 50mm/f1,1 direkt beim A bis Z Fluss für 160 Euronen geschossen. Von Kamlan hatte ich bis dato noch nie etwas gehört oder gelesen und bin über einen Artikel im Netz darauf aufmerksam geworden. Im Netz wird vermutet, dass es ursprünglich ein „rebranded“ Objektiv von Kodak ist. Seit es so einfach ist, manuelle Objektive an die spiegellosen Systemkameras zu adaptieren, tauchen immer mehr Marken, meist aus Fernost, mit interessanten manuellen Objektiven auf.

Was bekommt man für 160 Euro? Ein 6 cm hohes und 6 cm durchmessendes, sauber verarbeitetes Objektiv mit schwarzem Metallbajonett. Elektronisch läuft nichts; ein blankes Bajonett ohne irgendwelche Kontakte. Ich kann es nicht genau beurteilen, denke aber dass die beiden Drehringe für Fokus und Blende auch aus Metall sind. Sie gehen beide smooth, nicht zu leicht, nicht zu schwer, in etwa so, wie man das von Zeiss oder Leica her kennt. Der Blendenring läuft stufenlos. Das Objektiv wiegt 250 Gramm, was für Metallanteile spricht. Die Naheinstellgrenze liegt bei 50 cm, verbaut sind 11 Blendenlamellen, die schöne kreisrunde Bokehscheiben erzeugen. Eine abnehmbare Sonnenblende wird mitgeliefert.
Und wie schlägt es sich? Die ersten Probeschüsse vom Balkon zeigen, dass für Landschaftsaufnahmen erst ab Blende 8 auch die Ecken scharf sind. Davor sind Ränder und Ecken übel und bei Blende 1,1 ist in der Mitte ein Kreis von etwa 75% der Bildhöhe weich-scharf, was sich dann bis Blende 8 steigert. Schärfefanatiker und Pixelpeeper können das Objektiv getrost vergessen. Aber dafür habe ich das Objektiv auch nicht. Mir geht es auch weniger um die Möglichkeiten bei wenig Licht, sondern eigentlich nur um die Schärfentiefe, die bei offener Blende in 50 cm Entfernung gerade mal eine Ausdehnung von 0,4 cm hat. Also die Augenpupille ist scharf, die Wimpern sind es nicht. Bei solchen Aufnahmen ist dann allerdings ein Stativ notwendig, und das Motiv muss stille halten. Bei der Sony kann über das Focus Peaking und die Lupe exakt fokussiert werden, aber das Atmen des Fotografen lässt den Fokus immer wieder weglaufen. Die Aufnahmen unten sind alle mit Blende 1,1 aus der Hand gemacht, und der sporadisch auftretende Mangel an Schärfe kommt nicht vom Verwackeln, denn selbst bei Dämmerung gibt’s bei ISO 100 meist noch eine Hundertstel oder kürzer, sondern weil ich mich in diesen Fällen halt leicht bewegt habe.
Ich finde das Objektiv toll, und es macht mächtig Spaß, damit auf Schärfentiefenmotivsuche zu gehen. Gut ist, wenn die Kamera ein Klappdisplay hat, dann werden auch Motive bis auf Bodenniveau nicht verpasst. Dass das Kamlan nicht knackscharf ist, ist mir egal. Der Schärfe-/Unschärfeverlauf und der Unschärfebereich im Hintergrund (das „Bokeh“) gefallen mir prima. Und hallo, das gute Stück kostet nur 160 Euro.

Doch eine kleine Kompakte

Wenn ich mit dem Mopped unterwegs bin, habe ich meist keine Kamera dabei, weil ich ja mein iPhone 6 plus habe, mit dem in dann die Bilder mache. Außerdem habe ich in der Lederkombi keinen Platz für ein „richtige“ Kamera. Und so ab und zu fehlt mir ein Zoom, und Ausschnitte aus einem iPhonefoto werden heikel, weil dann die Bildqualität sofort in den Keller geht. Zudem brauche ich beim iPhone immer beide Hände und mit Handschuhen geht mal gar nichts mit dem Touchdisplay. Also musste was kleines, schmales, preiswertes, ordentliches her, was leicht in den engen Taschen der Lederkombi verschwinden und auch mit einer Hand bedient werden kann (geht bei mir auf dem fahrenden Mopped, denn es hat einen Tempomaten ;-))

Die kleine Ixus

Da Canon die besten niedrigpreisigen Kompaktkameras mit kleinem 1/2,3 Zoll Sensor baut, fiel die Wahl auf die aktuelle kleine Ixus, die 190er. Zufälligerweise hatte der große A bis Z Fluss die Kleine für 149 Euronen im Angebot, und da habe ich sie mir gleich geschossen. Sie ist keine 10cm breit, keine 6cm hoch und zweieinhalb cm dick. Der Einschaltknopf ist mit (Sommer-) Handschuhen gerade noch zu bedienen und sie ist recht zügig aufnahmebereit. Das Objektiv schiebt im Ruhezustand eine schützende, staubverhindernde Jalousie vor, wo ich beim offen liegenden iPhoneobjektiv schon mal Dreck drauf hatte, der im Bild sichtbar wurde. Bei der Ixus geht es KB-äquivalent bei 24 mm los (das iPhone hat so etwa fixe 29 mm) und endet bei 240 mm, wo dann allerdings die Lichtstärke baden geht und selbst bei ordentlichem Licht 400 ASA anliegen, die die Ixus allerdings besser verkraftet als das iPhone die 160 ASA. Die 240mm gehen bei gutem Licht sehr ordentlich. Leider hat sie wie alle neueren Ixus‘ kein Alugehäuse mehr, sondern schnödes Plastik, wo besonders hier bei der Schwarzen jeder Fingertapser sichtbar ist. Die Bildqualität geht preis-/leistungsmäßig völlig i.O.. Die 240 mm brauchen ein wenig Nacharbeit. In Lightroom sind Klarheit- und Schärfenregler ein bisschen nach rechts zu schieben. Bei Weitwinkel siehst du kaum einen Unterschied zum iPhone. Bei Ausschnitten verliert das iPhone gegen den Zoom der Ixus. Sinnvollerweise ist sie Wifi-fähig und verbindet sich ruck zuck mit dem Smartphone. Die Bilder sind zwischen 6 und 7 MB groß, sie kann natürlich nur JPG. Ach ja, der Sensor hat 20 MP.

Ich habe sie noch nicht in Aktion auf dem Motorrad ausprobiert, aber ich denke, sie wird das was ich von ihr will bestens erledigen. Ich habe sie erst mal in eine Apple iPod- oder iPhone-Socke gesteckt, und sie passt wunderbar in die Brusttasche der Lederkombi.

Rückfällig geworden: die kleine Nikon D3200

Eigentlich hatte ich das Thema DSLR ja konsequent abgehakt, und alles dahingehende zugunsten der spiegelfreien Sony A7 versilbert. Aber die Kleine hier fiel mir bei meinem allsamstäglichen Abarbeiten der Einkaufsliste meiner besseren Hälfte im Supermarkt auf dem Weg zu den Waschmitteln praktisch in den Einkaufswagen. Sie stand ganz vorne und in Augenhöhe in der Vitrine mit allen elektronischen Einzel- und Restposten zwischen lauter Telefonen und hat mit dem Preisschild ganz laut gerufen: Kauf‘ mich!. Der Schnäppchenjäger in meinem limbischen System hat hellwach übernommen. Nigelnagelneu, mit Kitglas, originalverpackt im ungeöffneten Karton und weniger als halb so teuer wie etwa beim großen A bis Z-Fluss: Nikons low-budget D3200. Der Produktzähler steht bei Nikon aktuell bei 3400, die 3500 geistert durch die Gerüchteküchen. Das gute Stück stammt aus dem Frühjahr 2012, ist also nicht mehr ganz knusprig, was jedoch völlig nebensächlich ist. Sie war das erste 3er-Modell mit 24 MP auf dem APS-C-Sensor, womit sie um ganze 10 MP ggü. dem Vorgänger zugelegt hat. Sie ist wunderbar klein, wegen des Spiegels etwas füllig am Bauch, sie hat einen Blitz auf dem Kopf und sie ist leicht, so dass sie beim Flanieren am rechten Handgelenk baumelt.

D3200 mit Nikkor 35/1,8 DXAls sie so im Einkaufswagen zwischen den Bananen, den Erdnußflips und den Taschentüchern lag, und die Vorfreude wuchs, schwante mir schon Böses. Denn mir fiel flugs das formidable Nikkor 35/f1,8 DX ein, das unverschämt gut und unverschämt preiswert ist. Um es abzukürzen, ich habe es mir nach erfolgreicher Abnahme meines sonstigen Einkaufs direkt beim großen Fluss geschossen. Ich liebe diese Kombo, und übrigens legt Nikon die Sonnenblende zum Objektiv dazu *like*. Ich habe auch hier darüber geschrieben https://www.facebook.com/stephan.vogt.710/posts/615266695318821?pnref=story . Über die Qualitäten der Linse brauche ich mich nicht auszulassen. Sie sind exzellent. Punkt.

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende, man/frau ahnt es. Mit dem 35er sind’s an der Crop-Nikon rund 50 mm kleinbild-äquivalent. Ich habe es als oft-drauf gerne ein bisschen telig, z.B. 85 mm. Das schon etwas ältere 50 mm AF-Nikkor, das ich habe, und das mit cropbereinigten 75mm passen würde, fliegt dummerweise an der kleinen Nikon nicht, da es keinen eigenen AF-Motor hat: ein „Stangen-AF“ also, und die low-budget Nikons eben auch keinen dann notwendigen eigenen AF-Motor („Schraubenzieher-AF“) haben. Ich war wirklich nicht auf der Suche, aber irgendein Dämon hat mir das Yongnuo 50/1,8 auf den Bildschirm gespült. Das fürs Vollformat gerechnete AF-Objektiv kam vergangenes Jahr auf den Markt und fiel zum einen durch den Preis auf, und zum anderen dadurch, dass es einem Canon Fuffzger wie aus dem Gesicht geschnitten war. Du kannst das gute Stück für Canonbajonetts für knapp 50 Euronen erstehen.

D3200 mit Yongnuo 50/1,8 vierFür Nikon gibt es eine weitere Version, die nicht mehr wie ein Canon aussieht und mit derzeit 98 Euro weniger als die Hälfte des Originals von Nikon kostet. Das Bajonett ist trotzdem aus Metall, eine Sonnenblende gibt es nicht im Paket. Ah, nicht tragisch, 58 mm Filterdurchmesser habe ich als wunderbar nostalgische Gummisonnenblende in der Schublade. Sie kann immer drauf bleiben, denn sie bekommt nach getaner Arbeit einen Klaps vorne drauf und dann nimmt sie keinen Platz mehr in der Tasche weg.

D3200 mit Yongnuo 50/1,8 einsEs wirkt gar nicht mal so übel in  der Hand und geht mit ein bisschen Nachdruck auf die Kamera. Ich habe auf dem Stativ ein paar „Testbilder“ mit unterschiedlichen Blenden gemacht. Das Bild ist bei 100% am 27er Schirm bis 5,6 fluffig-weich, und die Ecken taugen für große Vergrößerungen nichts, ab 5,6 ist einschließlich der Ecken alles scharf. Offenblendig ein prima Portraitpaket. Der eingebaute AF-Motor informiert lautstark über seine Arbeit, Fokussieren ist kein Geheimnis mehr. Das Objektiv geht preis-leistungsmäßig für die kleine Crop-Nikon völlig in Ordnung. An der Vollformat-Nikon könnte es allerdings problematisch werden. Wenn die Ecken beim Crop offenblendig schon heikel sind, dann wird’s beim großen Sensor eher übel. Vielleicht klemme ich die Linse mal an die Vollformat-Sony, den passenden Adapter habe ich ja.

Adapter an der Sony Teil V

Und wieder geht es um die Sony A7II. Ich war auf der Suche nach einem schnellen 35 mm Objektiv, eine Brennweite, für die ich mich mehr und mehr begeistere. 35 mm an z.B. der Leica sind großartig.

Sigma Art 35mm f/1,4

Sigma Art 35mm f/1,4

Sony selbst bietet das f/2,8er, aber Sigma das Art 35/1,4. Allerdings nicht mit E-Anschluss, sondern A. Hierfür aber hat Sony vorgesorgt und den Adapter LA-EA3 bereitgestellt, der A-Objektive mit eigenem AF-Motor sauber an die A7 adaptiert. Es gibt noch den LA-EA4, der Objektive ohne eingebauten AF-Motor verdaut, da er ein eigenes AF-Modul hat. Er redet vollständig (AF, Belichtung,…) mit Objektiv und Kamera. Das 35er ist mit 665g ein Brocken und wird mit Adapter und Sonnenblende auch ziemlich lang. Der Adapter muss schließlich mehrere Zentimeter Auflagemaß überbrücken. Vor die mit 67 mm Filterdurchmesser große Frontlinse habe ich als Übervorsichtiger ein Heliopan Protectionfilter geschraubt. Ich schrubbe lieber auf Glas als auf der Linse.

Passend zu diesem Ensemble habe ich mir noch das Sigma Art 24-105 mm f/4 gegönnt. Ebenfalls A-Bajonett und mit LA-EA3 an die A7 adaptierbar. Es hat in eingefahrenem Zustand bei 24 mm etwa die Ausmaße des 35ers, ist allerdings bei 82 mm Filterdurchmesser deutlich dicker und mit 885 g auch über 200 g schwerer.

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 24mm

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 24mm

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 105mm

Sigma Art 24-105mm f/4 bei 105mm

 

 

 

 

 

 

 

Ich finde diesen Brennweitenbereich sehr praktisch, besonders bei Hochzeiten, wo du z.B. blitzschnell nach einen Bild mit mehreren Personen mit Weitwinkel ein Einzelportrait mit 105 mm nachschieben kannst. Auch auf Reisen decken die Brennweiten sehr viel ab.

Über die Qualitäten beider Objektive ist genug geschrieben worden. Mit einem mit einem Wort: astrein, auch das 35 mm mit offenen f/1,4. Der AF ist bei beiden Objektive nicht langsamer als bei „nativen“ Sony E-Objektiven.

AF-Bereich mit LA-EA4

AF-Bereich mit LA-EA4

Der Adapter führt allerdings zu einer Einschränkung. Es sind nicht alle AF-Sensoren auf dem Sensor ansprechbar, und nicht alle AF-Feldeinstellungen sind möglich. Der Fokussierbereich konzentriert sich auf die Mitte auf ein definiertes Feld (die schwarzen „Klammern“ links und rechts im Bild links), innerhalb dem das AF-Feld verschoben werden kann. Außerhalb geht nichts. Das wusste ich vorher nicht. Es stand auch nirgendwo etwas darüber geschrieben. Hätte mich allerdings nicht vom Kauf der Objektive abgehalten. Das ganze ist für mich auch nicht tragisch; ich bin ein Verschwenker. Das abgebildete orangene AF-Feld in der Mitte lässt sich in der Größe ganz normal verstellen. Das kleinste umfasst einen AF-Sensor; beim hier abgebildeten sind es deren neun (3×3).

Fazit: ich bin angetan von dem was die Objektive leisten. Einziger Nachteil ist wirklich das Gewicht und das Volumen an der zierlichen A7 und du hast immer das Gefühl, dass du die Kombination am besten am Objektiv festhältst damit das Bajonett nicht mit samt Objektiv herausbricht  😉 Sony hat dem Adapter hierfür in weiser Voraussicht eine Stativschelle verpasst, an die du aber nicht herankommst, wenn der Batteriegriff angeschraubt ist. Man kann halt nicht alles haben.

 

Ein Fuffzger gehört in jede Tasche: Sony 50mm 1,8 FE

Ein Fuffzger gehört in jede Tasche.

Da ich auf ein bezahlbares 50er mit AF gewartet habe, das direkt (ohne Adapter) an die A7 passt, weil mir das Zeiss 55er trotz der überschwänglich guten Kritik einfach zu teuer ist, habe ich mir das lange angekündigte FE 50er jetzt direkt geschossen. Das ist mit knapp 300 Euronen auch deutlich erschwinglich(er).Sony FE 50 /1

Ich habe natürlich nach Äußerungen zu diesem Objektiv im Netz geschaut. Sie reichen von „naja“ bis „boah ey“ und das hilft einem – wie in vielen anderen Fällen auch – nicht wirklich weiter, also habe ich es einfach geholt. Was ich bekommen habe ist ein leichtes, skalenloses Objektiv von der Größe eines normalen Fuffzgers mit Metallbajonett und Sonnenblende. Letztere hat mich überrascht, weil Sony FE 50 /1sie im Lieferumfang nicht angegeben war und ich daher schon aus meinem Fundus eine der schön nostalgischen Gummisonnenblenden bereit gelegt hatte. Die finde ich immer noch sehr schick. Vor allem können sie in der Tasche drauf bleiben, weil sie keinen Platz wegnehmen.

Ich habe das Objektiv ausprobiert und finde es prima. Ich bewerte nur nach meinem optischen Eindruck am 27er Bildschirm, ich messe also nichts. Ich fotografiere auch keine weißen Wände, um Vignettierungen zu erkennen. Die Darstellung am Schirm reicht.  Schärfe ist klasse, „offen“ etwas weicher (aber nur, wenn du weißt, dass das offene Blende ist) als bei 2,8, was mir für meine Hochzeiten nur zugute kommt. Wenn’s mich stört, gehe ich in Lightroom mit der „Klarheit“ einen oder zwei Ticks hoch und schon passt es. Es dunkelt offen in den Ecken ein bisschen ab, was aber nur bei homogenen Flächen (bei mir Himmel) sichtbar ist und auch mit Lightroom o.ä. locker korrigiert werden kann. Die AF-Geschwindigkeit geht völlig in Ordnung. Sie ist gefühlt nicht langsamer als bei anderen Objektiven. Ich bin zufrieden, und somit passt in die preisliche Lücke zum 55er vielleicht das 28er….?

„Nur“ 12 MP in der Four-Third-Oly oder Auflösung wird kolossal überschätzt

Es hat aufgehört zu regnen, die Temperaturen bewegen sich im positiven Bereich und es herrscht eine neblig-düstere Stimmung draußen. Das sind genau die Randbedingungen, die ich mir gewünscht habe, um mal wieder dem Freilichtmuseum Hessenpark (guckst du hier: Hessenparkeinen längst fälligen Besuch abzustatten. Das letzte Mal war ich vor 6 Jahren dort, damals mit der Fuji S5, die ja die Nikon D200 im Bauch hatte. Sonntagmorgen um zehn, dann noch gemischtes Wetter, eigentlich müsste ich den Hessenpark für mich alleine haben. Die aktuellen Bilder sind hier.

Oly E-5 mit Zuiko 7-14mm

Ich wollte nur mit einem Objektiv los und das mit kräftigem Weitwinkel, und da kam mir meine 2011er Olympus E5 in den Sinn, zusammen mit dem tollen Zuiko 7-14 mm f/4. Das gute Stück ist eine normale DSLR mit 12 MP auf dem Four-Third-Sensor, ist dafür ziemlich groß, mit dem Batteriepack (wegen des Hochformatauslösers) sowieso, und das Objektiv ist auch nicht gerade zierlich. Gehäuse und Objektiv sind wassergeschützt, sollte also wider Erwarten doch noch der Regen kommen, sind die Kamera und ich gewappnet.

Nach all den Spiegellosen, mit denen ich in den vergangenen Monaten umgegangen bin, habe ich hier ein mächtiges Stück Digitalkamera in der Hand, mit „nur“ 12 MP, einem vergleichsweise sehr trägen Live-View, dafür aber ein in alle Richtungen dreh- und schwenkbares Display.

Warum schreibe ich diesen Post?

Die Überschrift deutet es mit dem „nur“ bereits an. Ich versuche, mir seit einiger Zeit ein eigenes Bild davon zu machen, wie wichtig oder sogar entscheidend die Auflösung des Sensors ist. Derzeit pendelt sich „Hochprozentiges“ bei Vollformat bei 36, bisweilen 42 und vereinzelt 50 MP ein, bei APS bei 24 MP und bei MFT und auch schon den 1-Zöllern bei 20 MP. Die kleineren Sensoren lasse ich mal weg. Bis auf die 42/50MP konnte ich zu den genannten Sensoren/Auflösungen Ergebnisse auf dem 27 Zoll Bildschirm begutachten. Und dazu natürlich meine 12 MPixler Oly E5. Begutachtung am Bildschirm wohlgemerkt, nicht ausgedruckt. Dann müsste ich auf mehr als DIN A2 gehen, um vielleicht einen Unterschied sehen zu können. Zu teuer und sooo wichtig ist es dann nun auch nicht. Im Vorbeigehen waren die Fortschritte beim Rauschen bei den (M)FT-Sensoren am deutlichsten sichtbar. Da kommt die Oly ab ISO 800 nicht mehr mit. Auf der anderen Seite sehe ich auch, dass sich das Rauschverhalten der Sensoren aller größeren Formate in den hohen ISO immer mehr annähert. Da die physikalischen Gegebenheiten der Sensoren zum Thema Rauschen nicht beseitigt werden können, wird also die Software immer besser, was ja nicht schlimm ist. Aber zurück zur Auflösung. Meine D800 hatte 36 MP, meine aktuelle Sony und die Leica M240 haben 24 MP und die Oly 12 MP. Bei den FF-Bildern sehe ich am 27-Zöller-Schirm formatfüllend keinen Unterschied, auch beim Reinzoomen nicht. Hängt natürlich auch vom Objektiv ab, aber ich denke doch, dass das Sigma 35 mm „Art“ die Grenzen eines 36er bzw 24er Sensors gut darstellen kann. Die Oly mit einer nur halb so großen Auflösung hat mich überrascht. Ich hatte eigentlich noch nie Kamerabilder verschiedener Kameras technisch verglichen, weil es eigentlich Blödsinn ist und die Ausgangsbedingungen zu unterschiedlich waren. Hier habe ich doch mal im Archiv nach 36 und 24MP Bildern mit vergleichbaren Voraussetzungen gekramt und die Bilder nebeneinander gehalten.

  • Die 36 MP haben für mich keinen verwertbaren Vorteil ggü. den 24 MP
  • Am Bildschirm kann man die Oly-Bilder nur identifizieren, wenn man weiß, welche Kameras mitspielen
  • Erst unrealistisches Reinzoomen macht Unterschiede sichtbar

Meine letzte Hochzeit habe ich mit der Sony A7II und der Panasonic Lumix FZ1000 fotografiert, und die Bilder bedenkenlos vermischt. Da sieht keiner die Unterschiede. Ich überlege ernsthaft, die nächste Hochzeit mit der Oly anzugehen. Da habe ich die beiden Sahnestückchen 7-14 mm und 12-60 mm. Solange ich nicht über 800 ASA muss geht das sicherlich prima.

Alte Schätzchen oder Adapter Teil IV

Wie Ihr ja inzwischen wisst, bin ich derzeit auf dem alte-Objektive-an aktueller-Kamera-Trip. Nach den Canon FDs aus den 70ern (Adapter Teil III) präsentiere ich Euch heute das 90 mm f/2,8 Elmarit Serie 1 Leica R von 1963 an der Sony A7II; es ist ein „R“, kein „M“.

Elmarit R 90mm an Sony A7II

Leica hatte ja auch erfolgreich (jedenfalls zu Filmzeiten) Spiegelreflexkameras Typ Leica R („R“ wie Reflex) gebaut. Diese Linse hatte ich anno dunnemals auf einer Börse an einer Leica R3 geschossen. Das guter Stück ist aus dem Vollen gefräste, massive Feinmechanik, mächtig groß, wiegt knapp unterhalb einer Tonne und hat eine fest eingebaute Teleskopsonnenblende, die sich imponierend weit ausfahren lässt. Zusammen mit dem Adapter (nicht den sündhaft teuren von Novoflex, sondern absolut ausreichend einen in mittlerer Preis und Güte von 40 Euronen) eine göttliche Kombo, die das 85er FD und das 85er Nikkor locker in die Tasche steckt. Ok, mit offen 2,8 gegenüber den 1,8ern mit einer Blende leicht im Vorteil, aber dafür schon offen scharf bis in alle Ecken und nicht so weich, dass ich die „Struktur“ in Lightroom bemühen müsste. Mein klarer kleines-manuelles-Tele-Favorit an der Sony.

swirling Bokeh

Und überraschend, erst am Bildschirm sichtbar, das „swirling“ Bokeh, der sich scheinbar drehende Hintergrund. Puh, da wird einem fast schwindelig  🙄 Ob Leica das weiß?

Hey, Sophie http://www.pixelsophie.de das wäre was für Dich als Bokehfan  😉

herbstliche Farbengleicher Standort Igleicher Standort IIVerschlusssacheBlätterbündel Schilfgriffe  Auftrieb

 

Alte Schätzchen oder Adapter Teil III

Wie schon beschrieben, eignet sich Sonys A7 großartig, per Adapter alte Gläser dranzuhängen.

151017_Q_Sony_FD_35_85_02Tief in meiner schon fast vergessenen Canon FD-Tasche verborgen liegen zwei zu ihrer Zeit außerordentliche Objektive: FD 35 mm f/2 S.S.C von 1976 und das FD 85 mm f/1,8 S.S.C von 1974, beides „alte“ FDs mit dem Chromring. Der nicht sichtbare Adapter ist einer der teuren, guten von Novoflex. Zu beachten ist, dass der Mitnehmerstift des Adapters beim Ansetzen des Objektives so hinter den Blendenhebel am Objektiv zu platzieren ist, dass das FD mit Arbeitsblende arbeiten kann.

Ich wollte mal sehen, wie sich beide bei natürlich offener Blende schlagen, und wie sich der unscharfe Hintergrund (Neudeutsch aus dem Japanischen: das „Bokeh“) darstellt.

Seht selbst. Ich finde die Ergebnisse sehr ansprechend. Ich musste ein klein bisschen nachhelfen, denn beide Objektive sind offen weich und eigentlich schön fluffig, was ja schon passend sein kann, aber hier habe ich die „Klarheit“ in Lightroom ein klein wenig nach rechts geschoben. Das 35er vignetiert bei offener Blende, was sich in Lightroom locker bereinigen lässt. Fokussieren war kein Problem. Die Lupe (liegt bei mir auf C2) hilft da schon sehr. Besonders beim 85er ist es jedoch wichtig, die Intensität des Fokuspeakings der Sony auf mittel oder sogar niedrig zu stellen. Je intensiver eingestellt, desto mehr Kantenhervorhebungen (oje) erscheinen und umso weniger ist sichtbar, wo nun eigentlich die Schärfenebene liegt, und ich hatte unscharfe Bilder.

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Opels und andere Klassiker

Ich war heute bei strahlendem Sonnenschein auf dem 2015er Klassikertreffen in den Opelvillen zu Rüsselsheim. Traditionell für Opels allen Alters, aber es haben sich inzwischen auch Fremdmarken (z.B. die Raubkatze *grins*) und Zweiräder (Opel hatte auch welche) dazwischen gemischt. Sie werden erfreut geduldet; es erhöht die Vielfalt deutlich. Standard ist ein ordentlich zugeschnittenes Pappstück unter der Ölwanne, um den Rasen nicht zu ruinieren. Die meisten der Fahrzeuge habe ich noch live im Alltag erlebt. Déjà-Vues sozusagen. Gegen die Kadett B habe ich mit meinem „Sparkäfer“ und tobenden 34 Pferden damals immer verloren. Die waren einfach leichter und natürlich auch ein bisschen kräftiger.
Hier ein paar Eindrücke. Alles mit Sony A7II, Kit 28-70 mm, Lightroom 6 und die s/w natürlich in Silver Efex Pro.

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