Ein Fuffzger gehört in jede Tasche: Sony 50mm 1,8 FE

Ein Fuffzger gehört in jede Tasche.

Da ich auf ein bezahlbares 50er mit AF gewartet habe, das direkt (ohne Adapter) an die A7 passt, weil mir das Zeiss 55er trotz der überschwänglich guten Kritik einfach zu teuer ist, habe ich mir das lange angekündigte FE 50er jetzt direkt geschossen. Das ist mit knapp 300 Euronen auch deutlich erschwinglich(er).Sony FE 50 /1

Ich habe natürlich nach Äußerungen zu diesem Objektiv im Netz geschaut. Sie reichen von „naja“ bis „boah ey“ und das hilft einem – wie in vielen anderen Fällen auch – nicht wirklich weiter, also habe ich es einfach geholt. Was ich bekommen habe ist ein leichtes, skalenloses Objektiv von der Größe eines normalen Fuffzgers mit Metallbajonett und Sonnenblende. Letztere hat mich überrascht, weil Sony FE 50 /1sie im Lieferumfang nicht angegeben war und ich daher schon aus meinem Fundus eine der schön nostalgischen Gummisonnenblenden bereit gelegt hatte. Die finde ich immer noch sehr schick. Vor allem können sie in der Tasche drauf bleiben, weil sie keinen Platz wegnehmen.

Ich habe das Objektiv ausprobiert und finde es prima. Ich bewerte nur nach meinem optischen Eindruck am 27er Bildschirm, ich messe also nichts. Ich fotografiere auch keine weißen Wände, um Vignettierungen zu erkennen. Die Darstellung am Schirm reicht.  Schärfe ist klasse, „offen“ etwas weicher (aber nur, wenn du weißt, dass das offene Blende ist) als bei 2,8, was mir für meine Hochzeiten nur zugute kommt. Wenn’s mich stört, gehe ich in Lightroom mit der „Klarheit“ einen oder zwei Ticks hoch und schon passt es. Es dunkelt offen in den Ecken ein bisschen ab, was aber nur bei homogenen Flächen (bei mir Himmel) sichtbar ist und auch mit Lightroom o.ä. locker korrigiert werden kann. Die AF-Geschwindigkeit geht völlig in Ordnung. Sie ist gefühlt nicht langsamer als bei anderen Objektiven. Ich bin zufrieden, und somit passt in die preisliche Lücke zum 55er vielleicht das 28er….?

Alte Schätzchen oder Adapter Teil IV

Wie Ihr ja inzwischen wisst, bin ich derzeit auf dem alte-Objektive-an aktueller-Kamera-Trip. Nach den Canon FDs aus den 70ern (Adapter Teil III) präsentiere ich Euch heute das 90 mm f/2,8 Elmarit Serie 1 Leica R von 1963 an der Sony A7II; es ist ein „R“, kein „M“.

Elmarit R 90mm an Sony A7II

Leica hatte ja auch erfolgreich (jedenfalls zu Filmzeiten) Spiegelreflexkameras Typ Leica R („R“ wie Reflex) gebaut. Diese Linse hatte ich anno dunnemals auf einer Börse an einer Leica R3 geschossen. Das guter Stück ist aus dem Vollen gefräste, massive Feinmechanik, mächtig groß, wiegt knapp unterhalb einer Tonne und hat eine fest eingebaute Teleskopsonnenblende, die sich imponierend weit ausfahren lässt. Zusammen mit dem Adapter (nicht den sündhaft teuren von Novoflex, sondern absolut ausreichend einen in mittlerer Preis und Güte von 40 Euronen) eine göttliche Kombo, die das 85er FD und das 85er Nikkor locker in die Tasche steckt. Ok, mit offen 2,8 gegenüber den 1,8ern mit einer Blende leicht im Vorteil, aber dafür schon offen scharf bis in alle Ecken und nicht so weich, dass ich die „Struktur“ in Lightroom bemühen müsste. Mein klarer kleines-manuelles-Tele-Favorit an der Sony.

swirling Bokeh

Und überraschend, erst am Bildschirm sichtbar, das „swirling“ Bokeh, der sich scheinbar drehende Hintergrund. Puh, da wird einem fast schwindelig  🙄 Ob Leica das weiß?

Hey, Sophie http://www.pixelsophie.de das wäre was für Dich als Bokehfan  😉

herbstliche Farbengleicher Standort Igleicher Standort IIVerschlusssacheBlätterbündel Schilfgriffe  Auftrieb

 

Alte Schätzchen oder Adapter Teil III

Wie schon beschrieben, eignet sich Sonys A7 großartig, per Adapter alte Gläser dranzuhängen.

151017_Q_Sony_FD_35_85_02Tief in meiner schon fast vergessenen Canon FD-Tasche verborgen liegen zwei zu ihrer Zeit außerordentliche Objektive: FD 35 mm f/2 S.S.C von 1976 und das FD 85 mm f/1,8 S.S.C von 1974, beides „alte“ FDs mit dem Chromring. Der nicht sichtbare Adapter ist einer der teuren, guten von Novoflex. Zu beachten ist, dass der Mitnehmerstift des Adapters beim Ansetzen des Objektives so hinter den Blendenhebel am Objektiv zu platzieren ist, dass das FD mit Arbeitsblende arbeiten kann.

Ich wollte mal sehen, wie sich beide bei natürlich offener Blende schlagen, und wie sich der unscharfe Hintergrund (Neudeutsch aus dem Japanischen: das „Bokeh“) darstellt.

Seht selbst. Ich finde die Ergebnisse sehr ansprechend. Ich musste ein klein bisschen nachhelfen, denn beide Objektive sind offen weich und eigentlich schön fluffig, was ja schon passend sein kann, aber hier habe ich die „Klarheit“ in Lightroom ein klein wenig nach rechts geschoben. Das 35er vignetiert bei offener Blende, was sich in Lightroom locker bereinigen lässt. Fokussieren war kein Problem. Die Lupe (liegt bei mir auf C2) hilft da schon sehr. Besonders beim 85er ist es jedoch wichtig, die Intensität des Fokuspeakings der Sony auf mittel oder sogar niedrig zu stellen. Je intensiver eingestellt, desto mehr Kantenhervorhebungen (oje) erscheinen und umso weniger ist sichtbar, wo nun eigentlich die Schärfenebene liegt, und ich hatte unscharfe Bilder.

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Opels und andere Klassiker

Ich war heute bei strahlendem Sonnenschein auf dem 2015er Klassikertreffen in den Opelvillen zu Rüsselsheim. Traditionell für Opels allen Alters, aber es haben sich inzwischen auch Fremdmarken (z.B. die Raubkatze *grins*) und Zweiräder (Opel hatte auch welche) dazwischen gemischt. Sie werden erfreut geduldet; es erhöht die Vielfalt deutlich. Standard ist ein ordentlich zugeschnittenes Pappstück unter der Ölwanne, um den Rasen nicht zu ruinieren. Die meisten der Fahrzeuge habe ich noch live im Alltag erlebt. Déjà-Vues sozusagen. Gegen die Kadett B habe ich mit meinem „Sparkäfer“ und tobenden 34 Pferden damals immer verloren. Die waren einfach leichter und natürlich auch ein bisschen kräftiger.
Hier ein paar Eindrücke. Alles mit Sony A7II, Kit 28-70 mm, Lightroom 6 und die s/w natürlich in Silver Efex Pro.

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Der Stabi der Sony A7 II er lebe hoch

Seit ich mir die Sony A7 II geholt habe, könnte sie hier meine Favoritenkombination werden; vorne dran hängt das 85/1,4 von Walimex.

150525_A7II_SlB8Wie Ihr wisst, hat das Wali keinen Autofokus, nicht ein Fitzelchen Elektronik und auch keinen Stabi, aber die 2er Sony hat jetzt einen 😀 und ich brauche mir um die Belichtungszeit kaum noch Gedanken zu machen. Und es funktioniert wirklich. Genau das Richtige für meine alten Gläser.

Also habe ich der Kamera erzählt, dass sie eigentlich kein Objektiv hat, habe die Lupe auf C2 gelegt (da komme ich mit meinem Zeigefinger besser dran), Fokuspeaking auf gelb, das ich am besten sehe, Intensität auf mittel, Kamera auf M, die ISO-Automatik auf max. 400 ISO eingestellt und das Objektiv bei offener Blende eingerastet. Ok, ist schon richtig, dass bei offener Blende und bis zu ISO 400 der Stabi nicht sonderlich gefordert wird. Aber meine persönliche Verwackelerfahrung mit diesem 85er an der Vorgänger-A7 ist, dass ich min. eine 1/250 brauchte, um auf akzeptabel scharfe Bilder zu kommen. Hier sind einige so zwischen 1/100 und 1/200, und es ist keine einzige verwackelt. Und ich kann mit den ISO weiter unten bleiben. Einfach beruhigend.

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Sony A7 II

25.05.2015: Ich habe die A7 versilbert und mir die A7II gegönnt. Aus hauptsächlich 2 Gründen: a) natürlich der Stabilisator, da ich ja bevorzugt mit alten Festbrennweiten umgehe, und ich mir nun wegen der Belichtungszeit keine Gedanken mehr machen muss, und ich zudem mit den ISO weiter unten bleiben kann, und b) kommt der nach vorne versetzte Auslöser und der ausgeprägte Griff meinen Pranken entgegen und ich kann die Kamera deutlich entspannter halten. Sie ist ein bisschen schwerer als die A7 und ein bisschen dicker. Dafür hat sie eine weitere belegbare Funktionstaste oben drauf, wo jetzt deren 2 in Reichweite des Zeigefingers liegen. Wegen der manuellen Objektive habe ich mir die Lupe auf C2 gelegt. Ansonsten gilt das unten Geschriebene nach wie vor.

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Es ist die „kleine“ mit den 24MP, und ich habe sie mir nur geholt, um meine alten Objektive aus analogen Zeiten wieder verwenden zu können. Und dafür ist die kleine Sony ideal: vollformatig und ein kleines Auflagemaß von gerade mal 18 mm. Die „große“ mit 36 MP erscheint mir nicht geeignet. Die vielen Pixel machen alte Gläser schlechter als sie sind.

Ich habe mir eine Reihe von Adaptern geholt, angefangen mit den edlen von Novoflex, und bin nun gelandet bei den durchschnittlichen, aber sehr ordentlichen für 40 bis 50 Euro das Stück. Derzeit adaptiere ich Canon FD, Nikon, Leica M und M42; nachzulesen hier. Man/frau kann ja vieles lesen über Sonys A7er, was ich natürlich alles gelesen habe auch in den diversen Sprachen, und was ich einfach vergessen habe. Mein Fazit: die kleine Sony ist Sahne. Sie ist klein, äußerst „responsiv“ (wie man heute für „schnell“ sagt  😉 ) Sie mag alle meine alten Gläser, der Sucher ruckelt nicht und ist mit Brille prima einzusehen, das Focus Peaking unterstützt durch die Lupe macht Scharfstellen zum Kinderspiel, das Display läßt sich hochklappen, weil ich liebe die Dackelperspektive, Belichtung ist kein Thema, weil Sucher/Display das aktuelle Belichtungsergebnis anzeigen…und der Rest der Kritikpunkte ist mir schlicht egal.

Wenn ich mir dann so anschaue, was die kleine Sony aus einem 25 Jahre alten Nikkor 2,5/105 mm, oder einem ähnlich alten Canon FD 2,8/20 mm, oder einem noch älteren Carl Zeiss Jena 3,5/135 mm, oder einem 50 Jahre alten Leica M Summaron 35, oder dem aktuellen Walimex 1,4/85 mm, oder auch einer 300 mm „Russentonne“ herausholt, dann brauche ich nichts anderes.

Helios 2/58mmGrundidee für die ganze Adaptiererei waren Bilder, die ich von dem russischen Helios gesehen habe, einem 2/58 mm Objektiv mit M42-Anschluss, das ein wunderbares „Swirl Glow“ Bokeh erzeugt. Du hast den Eindruck, dass sich der unscharfe Hintergrund um das Zentrum dreht. Geradezu verblüffend. Btw, das meinige hat 15 Euro auf der Börse gekostet *grns*.

Ich bin einfach begeistert von den Möglichkeiten, die mir die kleine Sony eröffnet. Und es gibt noch tolle Objektive zu finden; Minolta soll da ein 50er haben, ein Rokkor…und da gibt es Pentax Takumare….