Die Leica

Update März 2014

Ich habe mir doch noch den Aufstecksucher EVF-2 gegönnt. Das teure Stück ist eigentlich ein Olympus VF-2, der weniger als halb soviel kostet, auch 100%ig passen soll, aber es hat mir doch widerstrebt, einen Sucher aufzusetzen, auf dem Olympus steht, natürlich nicht dass Olympus irgendwie schlecht ist. Habe ich halt für den Schriftzug über 200 Euronen hingeblättert  🙄  Was tut man nicht alles für Authentizität  :mrgreen: Es gibt mehrere Gründe, warum ich mir den Sucher geholt habe. Zum einen übersehe ich mit meiner Brille die 28mm im Messsucher nicht (das geht erst ab 35mm), weiterhin finde ich es einfacher, mit dem 75er Summarit zu fokussieren und drittens spechte ich nach einem 21er, das der Messsucher aber nicht mehr darstellt. Klar, ich könnte den Live-View über das Display verwenden, aber die Kamerahaltung mit den ausgestreckten Armen finde ich mit der Leica ein bisschen peinlich… 😳 Und das Focus Peaking mit dem Sucher geht nun richtig gut. 

Eine M-Leica übte schon immer eine besondere Faszination auf mich aus. Meine erste M erstand ich vor über 25 Jahren. Es war eine ziemlich verschramte M3 mit einem nicht minder mitgenommenen 50er Summarit. In meiner völlig unvoreingenommenen Sicht waren es die schönsten Bilder meiner Dunkelkammer. Leider ging sie bald kaputt.

Leica_M_sl8_b8_001Aktuell ist es eine M(240). Mein Lieblingsobjektiv ist das 50er Cron. Dazu habe ich noch 28mm Elmarit sowie 35mm und 75mm Summarit. Eine kompakte Ausrüstung, die klasse in eine mittelgroße Tasche passt. Sie ist verschönert mit einer Lederhalbtasche. Ich trage die Kamera meist griffbereit in der rechten Hand, den Trageriemen mehrfach ums Handgelenk gewickelt. Ich fotografiere auf komprimierten DNGs. Bei Leica sagte man mir, dass die unkomprimierten für den amerikanischen Markt gedacht seien, der einfach nicht begreifen wolle, dass die komprimierten verlustfrei und damit qualitätsneutral sind, nach der Devise je größer desto besser.

Vor der M hatte ich eine M9, mit der ich wieder gelernt habe, Leica zu fotografieren. Die M9 habe ich hergegeben, weil bei 1200 ASA bei ihr Schluss ist, und ich fotografiere gerne „available“ und da sind saubere 3200 ASA schon toll. Die paar mehr Mp Auflösung spielen bei mir keine Rolle. Der Live-View, auf den die Leica-Puristen so schimpfen ist super wenn du ein Objektiv mit weniger als 28mm hast und eigentlich einen Aufstecksucher aufstecken müsstest. So geht das mit dem Display und den Fokussierhilfen prima. Du hast halt dann nur die peinliche Kompaktkamera-/Smartphonefotografierhaltung mit beiden ausgestreckten Armen.

Der Zugang damals zur M hat gedauert. Es war nicht so einfach wie damals zur M3. Liegt vielleicht auch daran, dass ich durch Autofokus und die ganzen anderen Automatiken verwöhnt und etwas „verweichlicht“ bin. Das mit der Belichtungsmessung hat schnell wieder funktioniert. Das mit dem Fokussieren dauerte etwas länger. Der anfängliche Ausschuss war gigantisch. Doch dank Abblenden und dann der glücklicherweise an den Festbrennweiten vorhandenen Tiefenschärfenskala habe ich diese Anlaufphase überwunden. Ich werde effektiver und schneller. Die Ergebnisse begeistern mich immer wieder. Die schwarz-weißen Bilder bekomme ich inzwischen dank DxO Filmpack auch in dem typischen Leica-Look hin. Ich hab’s in Lightroom und auch Silver Efex Pro probiert, aber nicht hinbekommen. Also, nehmt im Filmpack den „Agfa APX 25“ und ihr werdet begeistert sein.

Um einen befreundeten M-Photografen zu zitieren: M Fotografieren ist ein süchtig machendes Gift, das langsam wirkt. Oh wie Recht er hat.

2 Gedanken zu „Die Leica

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